"Mehr Dividende für 2006 denkbar"
Salzgitter-Chef vertraut auf anhaltenden Stahlboom

Salzgitter sieht noch kein Ende des Booms im Stahlgeschäft. Spätestens nach der Sommerpause müssten die Läger wieder gefüllt werden, sagte der Vorstandsvorsitzende Wolfgang Leese der "Süddeutschen Zeitung".

HB MÜNCHEN. Für einige Qualitäten gebe es bereits Nachbestellungen. Dann seien weitere Preissteigerungen zu erwarten: Salzgitter habe erhebliche Kostensteigerungen gehabt, die allein bei Erz und Koks 30 Euro je Tonne ausgemacht hätten.

Zu möglichen Zukäufen sagte Leese, Salzgitter wolle zwar in allen drei Konzernbereichen - Stahl, Röhren und Handel - weiter wachsen. Zur Zeit gebe es aber nichts zu kaufen. Derzeit sei wegen der guten Ertragslage alles viel zu teuer. Mit dem Land Niedersachsen als Großaktionär sei er zuversichtlich, dass Salzgitter nicht selbst gekauft werde. "Ohne das Land ist eine Übernahme nicht zu machen", sagt der Vorstandsvorsitzende.

Er könne sich vorstellen, dass es 2006 Spielraum für eine Erhöhung der Dividende gebe, "wenn das Ergebnis sich in den kommenden Monaten weiterhin so positiv entwickelt", sagte Leese. Dass chinesische Stahlproduzenten den Europäern ernsthafte Konkurrenz machen könnten, glaube er für die nächsten fünf Jahre nicht. Die Automobilindustrie werde mit ihren hohen Ansprüchen an Oberflächen, Qualität und Lieferzeit weiterhin in Europa kaufen.

In Deutschland ist der Salzgitter- Konzern nach Thyssen-Krupp der zweitgrößte Stahlproduzent.

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