
HB FRANKFURT. Anders als die Deutsche Telekom führe der Autokonzern aber keine starre Quote ein, sondern Zielkorridore, sagte BMW-Personalvorstand Harald Krüger der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Samstagausgabe) laut Vorabbericht. Insgesamt solle bis 2020 einen Korridor von 13 bis 15 Prozent erreicht werden. Im außertariflichen Führungsbereich liegt der Frauenanteil derzeit bei 8,7 Prozent. "Wir haben uns hier 15 bis 17 Prozent vorgenommen, wollen also in zehn Jahren die Zahl der weiblichen Führungskräfte bei BMW nahezu verdoppeln", sagte Krüger dem Blatt.
Um der Herausforderung einer immer älter werdenden Belegschaft zu begegnen, habe der Konzern das Projekt "Heute für morgen" aufgelegt. Es solle aufzeigen, wie ältere Mitarbeiter länger produktiv arbeiten könnten. Mit Blick auf mittelständische Unternehmen bringt Krüger den Staat ins Spiel. "Hier sollte die Bundesregierung über einen Demografie-Fonds nachdenken, der wie der Innovationsfonds mit Steuergeldern ausgestattet ist, quasi als Anschubfinanzierung für Mittelständler", forderte der BMW-Vorstand.