Mehr Innovationen geplant
Henkel holt im Kosmetikgeschäft auf

Der Düsseldorfer Konsumgüterkonzern Henkel will sein Wachstumstempo im Bereich Kosmetik und Körperpflege deutlich steigern. Wie der zuständige Vorstand Hans Van Bylen, im Gespräch mit dem Handelsblatt sagte, setzt das Unternehmen dabei vor allem auf Wachstum aus eigener Kraft, das von zahlreichen Innovationen getrieben werden soll.

FRANKFURT. Eine konkrete Wachstumsprognose für das laufende Jahr wird Henkel erst bei der Vorlage der Jahreszahlen 2005 nennen. Allerdings gilt es, die erfolgreiche Entwicklung des vergangenen Jahres fortzuschreiben: Im dritten Quartal 2005 ist Henkel organisch – also ohne Zukäufe gerechnet – deutlich schneller gewachsen, als alle Analysten erwartet haben, im Bereich Kosmetik und Körperpflege um 4,1 Prozent. „Damit reicht Henkel schon fast an die Wachstumsraten der Konkurrenz heran“, meint Silke Stegemann, Analystin bei der Landesbank Rheinland-Pfalz, mit Blick auf das fünfprozentige Wachstum beim Marktführer L’Oréal. Vor zwei, drei Jahren noch hinkte Henkel, auch wegen einer schwächelnden Marke Fa, dem Wettbewerb hinterher.

„Mehr und vor allem die richtigen Innovationen“, ist des Credo von Hans Van Bylen, der im vergangenen Juli Uwe Specht als Kosmetik-Vorstand ablöste. Eine der wichtigsten Produktinitiativen für Henkel ist in diesem Jahr die Lancierung einer Duschgel-Linie für Männer („Dial for Men“) im weltweit größten Verbrauchermarkt USA. Henkel hatte den amerikanischen Seifen- und Waschmittelkonzern Dial Ende 2003 für 2,9 Mrd. Dollar erworben und damit seine bisher schwache Position auf dem US-Markt signifikant verbessert. Weitere zentrale Einführungen im Bereich Kosmetik/Körperpflege sind eine neue Colorationslinie unter der Marke Schwarzkopf, Pflegeprodukte bei Gliss, sowie neue Styling-Angebote der Marke Taft, mit der Henkel im vergangenen Jahr übrigens L’Oréal (Studio Line) als Marktführer in Europa ablöste.

Bei „ Dial for Men“ will Henkel laut Van Bylen von zwei Entwicklungen profitieren: Zum einem wechseln immer mehr US-Verbraucher, die sich im Gegensatz zu den Europäern vor allem mit Seife einschäumen, vom Seifenstück zum Duschgel. Zum anderen wächst der Markt für Männerkosmetik ordentlich – bei den so genannten Body-Wash-Produkten zuletzt im hohen zweistelligen Prozentbereich. „Der Kosmetikmarkt ist einer der wettbewerbsintensivsten Märkte. Aber es ist auch ein Markt, der sehr offen ist für Innovationen. Häufig kann man mit einer guten neuen Produktidee die gesamte Marke aufladen“, sagt Van Bylen. Henkel hat deshalb seinen Innovationsprozess komplett umgestellt.

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