„Mehr Mittelklasse-Wagen“
Chrysler-Chef trotzt Krise im US-Markt

Am Freitag werden die Absatzzahlen für den US-Automarkt im August veröffentlicht. Analysten erwarten weitere Gewinne japanischer Marken zu Lasten der drei US-Hersteller General Motors, Ford und Chrysler. Dennoch bleibt der Chrysler-Chef optimistisch und begründet dies auch.

HB TOLEDO/OHIO. Jesse Toprak vom Autoinformationsdienst Edmunds.com schätzt, dass die „Big Three" im August nur auf einen Marktanteil von 53,3 Prozent kamen, gegenüber 55,4 Prozent im Vorjahr. Für Chrysler wird mit einem Absatzrückgang von mindestens zehn Prozent gerechnet. Im Juli verkaufte die Daimler-Chrysler-Tochter gut ein Drittel weniger Fahrzeuge als im vergangenen Jahr und fiel damit vom dritten auf den fünften Rang hinter General Motors, Toyota, Ford und Honda zurück. Chrysler-Chef Tom LaSorda ist trotzdem optimistisch: „Wir gehen weiter davon aus, dass wir für das vierte Quartal sowie für das gesamte Jahr schwarze Zahlen schreiben werden“, sagte er dem Handelsblatt.

Zu den Absatzerwartungen für August sagte er nur, dass sich üblicherweise erst in den letzten fünf Verkaufstagen entscheide, ob ein Monat gut oder schlecht werde. Über die Fortsetzung der Verkaufsförderung werde in den nächsten Tagen entschieden. Dazu zählen Belegschaftspreise für alle Kunden plus zusätzliche Nachlässe. Sein Verkaufschef Joe Eberhardt sagte auf einer Presseveranstaltung in Detroit: „Wir machen auf jeden Fall etwas.“ Laut Earl Hesterberg, Chef der landesweiten Autohändler-Kette Group One Automotive, haben Preisnachlässe jedoch stark an Zugkraft verloren: „Letztlich ist es entscheidend, ob jemand ein Auto wirklich kaufen will und nicht, wie hoch der Rabatt ist.“

Chrysler ist stärker als alle anderen Hersteller vom Absatz so genannter leichter Trucks abhängig. Dazu gehören Großraumlimousinen, Geländeautos (SUVs) und Pick-up-Trucks. Bei Chrysler fallen drei von vier verkauften Fahrzeugen in diese Kategorie. Deren Absatz leidet nicht nur unter teurem Benzin, sondern neuerdings auch unter der Flaute im Baugewerbe, das der Hauptabnehmer großer Pick-ups ist. „Wir brauchen mehr Fahrzeuge in der Mittelklasse“, sagt LaSorda, vor allem von abgespeckten SUVs. Aber das brauche Zeit.

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