Industrie

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Mehrheitseigentümer: Dyckerhoff könnte von der Börse verschwinden

Nach 77 Jahren könnte der Zementkonzern bald die Börse verlassen: Mehrheitseigentümer Buzzi Unicem will seine Aktien bis Ende November auf 95 Prozent aufstocken – und dann möglicherweise alle anderen Aktionäre auszahlen.

Zementhersteller Dyckerhoff könnte bald von der Börse verschwinden. Quelle: dpa
Zementhersteller Dyckerhoff könnte bald von der Börse verschwinden. Quelle: dpa

FrankfurtDeutschlands zweitgrößter Zementkonzern Dyckerhoff könnte als börsennotiertes Unternehmen nach 77 Jahren bald Geschichte sein. Der italienische Mehrheitseigentümer Buzzi Unicem stockt Ende November seine Beteiligung an dem Traditionsunternehmen aus Wiesbaden auf und erreicht damit die Schwelle von 95 Prozent der Anteile, die ihm erlaubt, alle anderen Aktionäre mit einer Abfindung aus dem Unternehmen zu drängen. Eine Entscheidung, ob und wann das geplant ist, sei aber noch nicht gefallen, teilten beide Unternehmen am Freitagabend mit.

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Buzzi Unicem hält nach dem Vollzug der Transaktion eigenen Angaben zufolge 96,6 Prozent an Dyckerhoff – 98,1 Prozent der Stamm- und 95,2 Prozent der Vorzugsaktien. Insgesamt habe Buzzi Unicem damit in diesem Jahr schon für 71,7 Millionen Euro Dyckerhoff-Aktien aufgekauft, vor allem stimmrechtslose Vorzugsaktien. Buzzi Unicem war vor elf Jahren bei Dyckerhoff eingestiegen und hatte seine Beteiligung seither nach und nach ausgebaut. Seit 2004 halten die Italiener die Mehrheit.

Für das laufende Jahr erwartet Dyckerhoff einen Umsatz von rund 1,6 Milliarden Euro.

 

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