Mehrheitsübernahme
Düsseldorf verkauft seine Stadtwerke an EnBW

Die Stadt Düsseldorf hat die Mehrheit an ihren Stadtwerken an den Energieversorger EnBW verkauft. Das Geschäft wackelt aber.

HB DÜSSELDORF/KARLSRUHE. Die Stadt Düsseldorf habe beschlossen, eine Verkaufsoption für 25,05 Prozent an den Stadtwerken zu ziehen, teilte EnBW am Freitag in Karlsruhe mit. Die Beteiligung des Konzerns steigt damit zum Anfang des kommenden Jahres auf 54,95 Prozent. Für den Anteil war ein Preis von 361 Mill. Euro vereinbart worden.

EnBW wird die neue Tochter künftig vollständig in ihre Bilanz mit einfließen lassen. EnBW habe für die Option und die damit verbundenen Verpflichtungen vorgesorgt und die entstehenden Kosten in ihren Planungen für 2006 bereits berücksichtigt, hieß es weiter.

Vielleicht muss EnBW seinen Notfallplan aber nicht aktivieren. Denn gegen den Verkauf, den Oberbürgermeister Joachim Erwin (CDU) am Donnerstag mit knapper Mehrheit im Stadtrat durchgedrückt hat, regt sich in der Bevölkerung breiter Widerstand. Die Menschen fürchten Preiserhöhungen bei Strom, Gas, Wasser und Müllabfuhr. Mehrere zehntausend Unterschriften kamen bei einem Bürgerbegehren gegen den Verkauf zusammen. Allerdings sind einige ungültig.

Der Rat beschäftigt sich in der kommenden Woche mit der Zulässigkeit des Bürgerbegehrens, dass den Anteilsverkauf letztlich noch zu Fall bringen könnte.

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