Mehrwegflaschen für Mixgetränk geplant
„Smirnoff Ice“ ist Diageos Kassenschlager

Der Spirituosenvertreiber Diageo Deutschland GmbH hat im abgelaufenden Geschäftsjahr 2002/03 seinen Gesamtumsatz um fast 50 Prozent auf 351,2 Millionen Euro gesteigert. Den größten Beitrag dazu leistete das Mixgetränk „Smirnoff Ice“, Guinness-Bier bereitet Diageo dagegen eher Sorgen.

HB FRANKFURT. Der Spirituosenvertreiber Diageo Deutschland will seinen Umsatzbringer „Smirnoff Ice“ vom Frühjahr 2004 an in Mehrwegflaschen anbieten. Das Mehrwegsystem werde der neuen Marke einen Wettbewerbsvorteil gegenüber alkoholischen Mixgetränken von Discountern verschaffen, sagte Geschäftsführer Uwe Schneider am Mittwoch in Frankfurt. Dies sei „eine Riesenchance“, um die Marktführerschaft zu behaupten. Das Anfang 2002 in Deutschland eingeführte Mode-Getränk wird künftig unter die Pfandpflicht fallen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr (30. Juni) hat „Smirnoff Ice“ fast die Hälfte zum Gesamtumsatz beigetragen. Das Unternehmen vertreibt mehr als 40 Alkoholika - darunter Baileys, Johnnie Walker, Gordon's und Guinness. Der Umsatz mit Spirituosen und Bieren stieg um 48,3 % auf 351,2 Mill. €, Gewinnzahlen werden nicht veröffentlicht. Für das laufende Geschäftsjahr peilt Diageo eine Umsatzsteigerung von fünf Prozent an. Dazu soll auch das neue Mixgetränk „Smirnoff Black Ice“ beitragen, das im Frühjahr 2004 auf den Markt kommen soll.

Das Absatzvolumen an Premium-Spirituosen, alkoholischen Mixgetränken und Importbieren liegt umgerechnet bei 77,9 Millionen Flaschen. Dies entspricht einer Absatzsteigerung gegenüber Vorjahr um 98,7 %. Allerdings sei auch hier "Smirnoff Ice" der „Shootingstar“ gewesen. Ohne die "Ready-to-Drink"-Produkte bleibt lediglich ein Absatzplus von 0,5 % zu 2001/02.

Für das neue Geschäftsjahr 2003/04 plant Diageo ein Wachstum von fünf Prozent bei Umsatz und Absatz. In Zahlen ausgedrückt seien 375,8 Millionen Euro Umsatz und ein Absatz von 81,1 Millionen Flaschen angestrebt, hieß es weiter. Dabei werde das Unternehmen auf die gleiche Strategie wie im abgelaufenden Geschäftsjahr setzen. „Wir wollen wertschöpfend wachsen, und dabei steht der Wert vor Volumen“, führte der Geschäftsführer aus. Um dies zu erreichen, habe man unter anderem Auslistungen bei Discountern hingenommen und werde dies auch zukünftig tun.

Probleme hat das Unternehmen mit der Biermarke Guinness, deren Absatz um 16,4 % zurückging. Die Irish Pubs, in denen das dunkle Bier aus dem Zapfhahn fließt, seien wie die gesamte Gastronomie von der Konsumzurückhaltung betroffen, erklärte Marketingchef Ansgar Bornemann. Zudem nähmen viele Supermärkte wegen der Diskussion um das Pflichtpfand Guinness aus den Regalen. Mit einer stärkeren Konzentration auf die Pubs solle Diageo der Abwärtstrend gestoppt werden.

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