Meilenstein der Raumfahrt
Deutsche Kamera mit Phoenix auf dem Mars

Neun Monate nach ihrem Start ist die US-Sonde Phoenix auf dem Mars gelandet. Auch eine deutsche Kamera ist mit an Bord.

HB WASHINGTON. Um den Roten Planeten so gut wie möglich zu erforschen, ist die 420 Mill. Dollar (267 Mill. Euro) teure Sonde mit dem höchsten Stand der Technik ausgerüstet. Insgesamt wiegt sie 350 Kilogramm, von denen 25 Kilogramm wissenschaftliche Geräte sind. Um diese und die Sonde überhaupt zu betreiben, entfaltete Phoenix gleich nach der Landung zwei Sonnensegel, so dass das Ganze jetzt wie ein fünf mal 1,5 Meter großer Tisch aussieht.

Eine der wichtigsten Vorrichtungen ist ein 2,30 Meter langer Roboterarm, an dessen Ende eine Schaufel montiert ist. Sie kann bis zu ein Meter tiefe Löcher graben und dort Gesteins- sowie Eisproben entnehmen. Diese werden dann von dem Arm vollautomatisch an wissenschaftliche Geräte in der Sonde weitergereicht, die die Proben gleich vor Ort chemisch und geologisch untersuchen.

Unter anderem werden die Proben auf Spuren von Kohlenstoff geprüft, der zu den Bausteinen des Lebens zählt. Direkt über der Bagger-Schaufel ist eine von Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts mitentwickelte Kamera angebracht, die Aufnahmen von der Umgebung und von den Proben machen soll.

Neben der Kamera auf dem Roboterarm gibt es noch die «Augen« von Phoenix, die dreidimensionale Bilder vom Planeten liefern sollen. Die "Augen" sitzen zwei Meter über der Oberfläche und können von der Erde aus geschwenkt werden. So können sie beispielsweise zeigen, was der Roboterarm macht oder aber auch nach oben in die Mars-Atmosphäre gerichtet werden.

Außerdem gibt es an Bord von Phoenix noch eine in Kanada entwickelte Wetterstation, die bei Temperaturen von minus 73 bis minus 33 Grad täglich Daten nehmen soll. Unter anderem geht es dabei um Aufschluss über die mögliche Rolle von Wasser im Klima auf dem Roten Planeten.

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