"Meilenstein für Krebsforschungssparte"
Bayer erhält in USA Zulassung für Krebs-Wirkstoff

Eines der wichtigsten Medikamente des Bayer-Konzerns ist in den USA zur Behandlung von fortgeschrittenem Nierenkarzinom zugelassen worden.

DÜSSELDORF. Der Chemie- und Pharmakonzern teilte am Dienstagabend mit, die US-Zulassungsbehörde Food and Drug Administration (FDA) habe dem von Bayer und dem US-Konzern Onyx Pharmaxeuticals entwickelten Krebsmittel Sorafenib die Zulassung schneller erteilt als erwartet. Zuletzt hatte Bayer die Genehmigung für 2006 angekündigt.

Der Wirkstoff mit dem Handelsnamen "Nexavar" gehört zu den wichtigsten Krebsmitteln von Bayer, erst vor zwei Wochen hatte der Konzern seine Umsatzschätzung für das Medikament auf bis zu eine Milliarde Euro jährlich erhöht.

Bayer nannte die Zulassung einen Meilenstein beim Aufbau der Krebsforschungssparte des Konzerns. "Die positive Entscheidung der FDA ist zugleich eine Bestätigung für die Neuausrichtung unseres Pharmageschäfts", sagte Vorstandschef Werner Wenning. Bayer hatte seine Pharmasparte gestrafft, nachdem die Sparte seit der Rücknahme des Cholesterinsenkers Lipobay im Jahr 2001 deutlich an Marktstärke verloren hatte.

Bayer hat auch bei der europäischen Arzneimittelbehörde EMEA einen Zulassungsantrag für Nexavar gestellt. Wenn die Behörde den Antrag positiv bewertet, könne das Medikament bis Ende 2006 auch in der EU auf den Markt kommen, heißt es in der Mitteilung von Bayer. Darüber hinaus sind Zulassungsanträge in der Schweiz, Australien, Brasilien, Kanada und Mexiko eingereicht worden.

Nexavar gehöre mit seinem Wirkmechanismus zu einer neuen Klasse von Medikamenten, die einen Umbruch der Krebsbehandlung bedeuteten, sagte Wolfgang Plischke, Leiter der Bayer-Health-Care-Division Pharma.

Die Bayer-Aktie hatte den elektronischen Handel am Dienstag vor Bekanntgabe der Zulassung 0,6 Prozent im Plus mit 34,45 Euro beendet. Im umsatzschwachen Parketthandel wurde sie abends mit 34,79 Euro etwas fester notiert.

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