Mercedes-Benz-M-Klasse
Daimler-Chrysler gibt in Alabama Gas

Mercedes Benz baut seine Produktion in den USA weiter aus. Der deutsch-amerikanische Autokonzern Daimler-Chrysler will in sein Mercedes-Werk im US-Bundesstaat Alabama über eine halbe Milliarde Dollar investieren. Das Werk solle mit den Investitionen für die Produktion des Modells Grand Sports Tourer sowie der Nachfolgebaureihe der Mercedes-Benz-M-Klasse erweitert werden, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.

HB TUSCALOOSA. „Mit der Erweiterung des Werkes sowie der Produktion einer weiteren Baureihe steigt die Bedeutung des Standortes Tuscaloosa im weltweiten Mercedes-Benz-Produktionsverbund“, sagte Mercedes-Chef Jürgen Hubbert anlässlich einer Feier zum zehnjährigen Jubiläum des Standortes.

In den kommenden Jahren werde nicht nur die Kapazität im Mercedes-Werk in Tuscaloosa verdoppelt. „Wir werden hier zusammen mit der M-Klasse und dem neuen GST eine ganze Familie um die M-Klasse bauen“, sagte Hubbert. Ob noch weitere Modelle an dem US-Standort gefertigt werden könnten, ließ Hubbert offen.

Angesichts des Erfolgs des Werkes in den amerikanischen Südstaaten sei eine Entscheidung gegen den Ausbau eines deutschen Standortes folgerichtig gewesen. „Das Werk arbeitet hoch profitabel“, sagte Hubbert. Mit der Erweiterung des Werkes und der Produktion einer weiteren Baureihe steige die Bedeutung des Standortes Tuscaloosa im weltweiten Produktionsverbund des Konzerns.

Der Daimler-Chrysler-Konzern investiert derzeit in den Ausbau des Werkes Tuscaloosa rund 600 Mill. $ (550 Mill. €). Die Produktion soll auf 160 000 Fahrzeuge ausgebaut, die Belegschaft auf 4 000 Mitarbeiter knapp verdoppelt werden. Das Oberklassemodell Grand Sports Tourer (GST) soll ab 2005 in Tuscaloosa produziert werden. Das Großraum-Fahrzeug mit bis zu sechs Einzelsitzen soll Sechs- und Achtzylindermotoren erhalten. Von der M-Klasse, die seit 1997 in Alabama vom Band läuft, konnte Mercedes bislang weltweit rund 500 000 Fahrzeuge verkaufen. 2006 will Mercedes schließlich die in Brasilien gebaute SUV-Version des Kleinwagens Smart Forfour auf den amerikanischen Markt bringen.

In Nordamerika rechnet das Vorstandsmitglied der Daimler-Chrysler AG in diesem Jahr trotz ungünstiger Marktbedingungen mit einem Mercedes-Absatzplus von 4,4 % auf 225 000 Fahrzeuge. „Die USA sind und bleiben unser wichtigster Markt außerhalb Deutschlands“, sagte Hubbert.

Zur beabsichtigten Streichung von rund 1000 befristeten Stellen im Werk Sindelfingen erklärte Hubbert, dass dies mit dem Betriebsrat vereinbart worden sei, weil dieser keine befristeten Stellen mehr wolle. Die Stückzahl im Werk sei nicht wie vom Betriebsrat behauptet gesunken. In den ersten acht Monaten seien dort 330 000 Autos gebaut worden - auf das Jahr hochgerechnet sei dies ein Plus von drei Prozent.

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