Mercedes holt auf - Rabattschlachten drücken Margen
BMW ist der König der Oberklasse

BMW fährt Mercedes davon. Bei Absatz und Ertrag liegen die Münchener vorn. Dank neuer Modelle könnte Mercedes aber aufholen. Ob das Ganze auch ein geschäftlicher Erfolg wird, steht in den Sternen.

HB MÜNCHEN. Der Wind in der lange Zeit wachstums- und profitstarken Premium-Klasse wird für alle Anbieter rauer. Immer mehr Hersteller wollen sich ihr Stück vom lukrativen Kuchen abschneiden. Als Folge toben inzwischen auch in der Oberklasse Rabattschlachten, der starke Euro und hohe Rohstoffpreise belasten die Hersteller zusätzlich.

Im vergangenen Jahr hatte der BMW-Konzern (BMW, Mini, Rolls-Royce) mit einer Reihe von neuen Modellen die Mercedes Car Group (Mercedes, Smart, Maybach) beim Absatz überholt. Im ersten Quartal 2005 ging die Schere weiter auseinander. Während BMW den Konzernabsatz um gut acht Prozent auf 292 207 Auslieferungen steigerte, ging die Zahl der Verkäufe in der Mercedes-Gruppe um sieben Prozent auf 246 968 verkaufte Autos zurück. Dabei lag erstmals die Kernmarke BMW vor der direkten Konkurrenzmarke Mercedes. „BMW hat momentan klar die Nase vorn“, sagt Willi Diez vom Institut für Automobilwirtschaft an der FH Nürtingen.

Auch beim Gewinn sind BMW und Mercedes derzeit weit voneinander entfernt. Zwar mussten die Münchner im ersten Quartal wegen der Einführung neuer Modelle, des schwachen Dollars und der hohen Rohstoffpreise einen Rückgang des Vorsteuer-Ergebnisses um knapp fünf Prozent auf 812 Millionen Euro hinnehmen. Die Mercedes Car Group machte wegen einer Rückrufaktion und Problemen bei der Tochter Smart gleichzeitig aber einen operativen Verlust von 954 Millionen Euro.

Dennoch sind Experten für Mercedes optimistisch gestimmt. „Wenn die Qualitäts-Probleme rasch beseitigt werden, ist das schnell vergessen“, sagt Diez. Mit der neuen B- und R-Klasse sowie der Erneuerung von M- und S-Klasse stehe Mercedes vor einer Modelloffensive. Automobilwirtschafts-Professor Ferdinand Dudenhöffer pflichtet ihm bei und erwartet schon 2006 steigende Absatzzahlen und Ergebnisse.

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