Industrie
Mercedes produziert verstärkt in den USA

Daimler-Chrysler hat sein Werk in Tuscaloosa im US-Bundesstaat Alabama kräftig ausgebaut. Doppelt so viele Menschen wie bisher produzieren doppelt so viele Mercedes'. Das sichere auch deutsche Arbeitsplätze, wird das Management nicht müde zu betonen.

HB TUSCALOOSA. Am Produktionsstandort des Geländewagens Mercedes M-Klasse und der neuen R-Klasse wurden 600 Millionen Dollar (rund 466 Mio Euro) investiert, teilte der Stuttgarter Autokonzern am Dienstag mit. Die Mitarbeiterzahl wurde auf 4000 und die jährliche Produktionskapazität auf 160 000 Fahrzeuge verdoppelt.

„Unsere Entscheidung aus dem Jahr 1993, in Tuscaloosa das erste Produktionswerk für Mercedes-Benz-Personenwagen außerhalb Deutschlands aufzubauen, hat sich nachhaltig als richtig erwiesen“, sagte Mercedes-Chef Eckhard Cordes in Tuscaloosa bei der Eröffnungsfeier.

Die erste Generation der M-Klasse, die bis Mitte 2004 gebaut wurde, habe über 640 000 Käufer gefunden. Die neue M- Klasse wird seit April in den USA verkauft und kommt im Sommer nach Deutschland.

Der Grand Sport Tourer R-Klasse, eine Mischung aus luxuriösem Reisewagen, Van und Kombi, der technisch auf der M-Klasse basiert, wird Ende 2005 zunächst in den USA ausgeliefert.

Cordes betonte, dass das Werk in den USA auch Arbeitsplätze in Deutschland gesichert habe. Motor und Getriebe für die beiden Modelle kommen aus Deutschland. Zahlreiche Zulieferer - darunter auch aus Deutschland - haben sich in Werksnähe angesiedelt. Zur Zeit werden 300 Mitarbeiter aus Alabama in Sindelfingen geschult, etwa die gleiche Anzahl deutscher Produktionsfachleute unterstützt den Produktionsanlauf der neuen Modelle in Tuscaloosa.

DaimlerChrysler war der erst Automobilbauer, der sich im Süden der USA angesiedelt hatte. Heute gilt die Region als ein boomender Standort für die Branche, was unter anderem auch an dem geringen Einfluss der mächtigen US-Automobilarbeitergewerkschaft UAW liegt.

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