Mercedes überholt Audi gibt sich mit Silber nicht zufrieden

Audi überholt die Silberpfeile von Mercedes: Erstmals verkauft die VW-Tochter mehr Autos als die Marke mit dem Stern. Doch Audi will mehr als Rang zwei - nun ist Branchenprimus BMW im Visier.
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Abnahme von einem Audi A1 Sportback am Audi-Standort Brüssel. Quelle: obs

Abnahme von einem Audi A1 Sportback am Audi-Standort Brüssel.

(Foto: obs)

München/FrankfurtRupert Stadler ist mehr als nur Chef der VW-Tochter Audi. Seit der studierte Betriebswirt 1997 Büroleiter des damaligen Volkswagen-Vorstandsvorsitzenden Ferdinand Piëch wurde, verbindet ihn ein besonderes Vertrauensverhältnis mit dem VW-Patriarchen.

Piëch ernannte im Jahr 2007 Stadler als ersten Nicht-Ingenieur zum neuen Audi-Chef. Er gab ihm vor allem ein Ziel vor: den Erzrivalen Mercedes zu überholen.

Jetzt kann Stadler Vollzug melden: Erstmals wird Audi in diesem Jahr weltweit mehr Autos verkaufen als Mercedes, wie das Handelsblatt exklusiv aus Ingolstadt erfuhr. „An diesem Fakt ist nicht mehr zu rütteln“, sagte Stadler in einem Interview mit dieser Zeitung. Tatsächlich setzten die Ingolstädter in den ersten elf Monaten dieses Jahres 1,19 Millionen Autos ab – Mercedes kam nur auf 1,14 Millionen Fahrzeuge. Dieser Vorsprung ist, wenn nicht ein Wunder geschieht, uneinholbar.

Die historische Zäsur gilt nicht nur für die Verkaufszahlen, sie gilt – wichtiger noch – auch für die Profitabilität. Hier liegt Audi mit einer Umsatzrendite von mehr als zwölf Prozent knapp hinter dem Spitzenreiter BMW und weit vor den Stuttgartern, die nur auf 9,4 Prozent kommen. „Wir wollen schließlich nicht nur Stückzahlen machen“, sagte Stadler.

Das „Wunder von Ingolstadt“ kam nicht über Nacht. Jahrzehntelang war Mercedes die unumstrittene Nummer eins unter Deutschlands Premiumherstellern. Doch seit der Jahrtausendwende hat sich das Bild dramatisch gewandelt. Das durchschnittliche Wachstum betrug bei Audi in der vergangenen Dekade jährlich 6,4 Prozent, errechneten die Experten der Credit Suisse in einer aktuellen Studie. BMW hingegen legte nur um 4,7 Prozent zu, Mercedes um 1,5 Prozent.

Vorsprung für Mercedes
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30 Kommentare zu "Mercedes überholt: Audi gibt sich mit Silber nicht zufrieden"

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  • Meine kurze Analyse: Mercedes hat vor allem in der Vergangenheit ein paar strategische Fehler begangen und vor allem im Design und leider auch in der Qualität seiner Fahrzeuge nicht immer das richtige Maß gefunden. Zu lange hat man auf die Magie des Sterns gesetzt und auch in punkto Technikinnovation die absolute Führerschaft verloren. Speziell die Motoren brauchen gegenüber BMW zuviel Sprit und sind zu knurrig (4 Zyl. Diesel). Auch fehlten die Design-Ikonen (mal den CLS ausgenommen). Zudem hält man zu lange an alten Standards fest, wie z.B. eine Droschken-Fuß-Bremse...
    Jetzt habe ich den Eindruck, dass Mercedes wieder auf einem besseren Weg ist und vor allem im Design kräftig aufholt. Speziell in diesem Bereich wird nun Audi aufpassen müssen, nicht in einen Einheitsbrei zu verfallen, der die Kundschaft dann bald langweilt. In China mag dieses Konzept noch aufgehen, aber hierzu lande regt sich doch deutlich Widerstand gegen die Einheitssuppe.

    Unter dem Strich: Man kann sich in DE über drei Topmarken freuen... und Konkurrenz belebt das Geschäft.

  • -@ Hans,

    ist uns sehr wohl bekannt, wer der Innovationsinhaber ist. Aber BMW und Mercedes können einfach nicht die Ergenisse von der VW erzielen. Und zwar weder in:

    - Preis
    - Qualität
    - technischem Stand

    Oder einfach ausgedrückt, wer sich einen BMW oder Mercedes kauft, muss einfach davon ausgehen, dass er bei einem identischen Produkt entweder viel mehr bezahlt (BMW), oder eine miese Qualität hat (Mercedes), oder sich eine Steinzeittechnik einkauft.

    Alle OEM's kochen nur mit Wasser.
    Zaubern kann keiner und auf Dauer zählen nur Fakten. Und hier sieht es nun einmal so aus, dass VW bedingt durch seine Größe günstiger einkaufen kann als BMW / Mercedes.

    Und bedingt durch seine Größe kann sich Volkswagen gerade auf Segmente vorwagen, die bisher von BMW, Mecedes oder MAN eingenommen wurde.

    Volkswagen kann angreifen. BMW und Mercedes werden diesen Kampf auf Dauern nicht durchhalten können.

  • häää?? was hat denn das ET Geschäft damit zu tun, dass die VW-AG mit weitem Abstand dem Kunden das beste Preis- / Leistungs Verhältnis bietet. BMW muss sich um das ET so sehr kümmern, weil die BMW Qualität so eingestuft ist, dass man schon sehr bald ET benötigt.

    Toyota ist schon lange Nr 1, (noch).

    Der Rest entscheidet sich bald. Kann man übrigens gut an den Rückrufaktionen erkennen, dass auch Toyota langsam zurück fällt.

    BMW und Mercedes werden wahrscheinlich im Rahmen der nächsten Krise einen sicheren Hafen finden.

  • Ihre Kommentare sind unterirdisch. Ich gebe mir schon keine Mühe, aber Sie übertreffen mich bei weitem.

    Und auf Gebrauchtwagen brauche ich nicht zurückgreifen.
    Wären Sie ein "Insider", dann wüßten Sie, dass in den letzten Jahren ein Wandel eingsetzt hat. Das Ersatzteilgeschäft wird zunehmend zum entscheidenden Geschäftsfeld. Gebrauchtwagen sind die Zukunft in Deutschland. Service im engeren Sinne, Dienstleistungen im weiten, sind die zukünftigen Geschäftsfelder. BMW ist da ganz weit vorne mit dabei, AUDI dagegen verschläft gerade diesen Trend.

    Verbreiten Sie nur weiter Ihre Botschaft. Am Ende hängt einer sie alle ab: Toyota als Marke wie auch als Group.

  • Wollen wir nun von den beiden anderen Marken sprechen, dann tun wir das. Mit Mercedes braucht mir keiner mehr zu kommen. Ich hab sie alle gefahren, v. LKW bis zum PKW (einschließlich dem G aus Graz) Es sind Rostlauben, das Schlimmste Gerät der Sprinter aus d. Düsseldorfer Fertigung. Nach ca. 3-4 Jahren ringsherum Rost. Viano aus Spanien, auch der Neue eine Rostlaube allererster Güte. Warum ist das so? Nun bei dem Herrn Mercedes sitzen nur Kaufleute u. k. Konstrukteur mehr. Sie sagen ganz einfach, kaufen Sie sich nach 4 Jahren einen Neuen. Eine Unverschämtheit, nicht wahr. Zetsche soll nach Hause gehen. Dieser Mann hat alles verwirkt. Und dann die Anbändelung mit Renault, es ist doch nicht zu fassen. Sagte mir neulich eine Daimler-Verkäufer der zwischenzeitlich keine Lust mehr hat, Kunden-Reklamtion in Sachen Rost entgegen zu nehmen. Er sagt wörtlich, wir (Mercedes) wollen mit Renault den 1. Platz in der Rost-Liga behalten. Uns ist der wichtiger, wie ein neues Modell. Bitter und sarkastisch nicht wahr. Aber so ist. Daimler hat alles verwirkt. Sich mit der Marke Renault zusammen zu tun, ist nicht mehr nachzuvollziehen. Daimler ist ein Sauladen geworden. Die Firma ist nur noch ein Schatten seiner selbst. Wir haben in 50 Jahren, in denen wir dem Herrn Mercedes treu waren, ein Vermögen für die Rostbeseitigung b. LKW´s und PKW´s ausgegeben. Es wurde alleine eine Spritzanlage auf Kompressorbasis von uns gebaut, um Neufahrzeuge mit 100 Grad heißem Spezialfett zu behandeln. Es hat nur eine Weile gedauert, bis die braune Pest wieder seitlich durchkam. Heute sind wir bei der VAG mit der breiten Palette alles verzinkter Fahrzeuge. So, das wollte ich noch loswerden. Die Fa. ist für uns tot, wir wollen mit diesem Lumpenladen nichts mehr zu tun haben.

  • Jeder soll doch fahren was er möchte. Ich finde die überdimensionierten Audi-Mäuler auch potthäßlich und erinnern an die Geschlechtsöffnung eines Pottwals, aber Geschmack liegt ja im Auge des Betrachters und zum Glück hat jeder einen anderen.
    Aber was bedeutet es die Nummer 1 zu sein oder zu werden?
    Wer ausser der österreichischen Eignerfamilie hat etwas davon? Die Mitarbeiter? Die Zulieferer?

  • veehrter Hans

    ha ha ha,

    man muss schon sehr weit aus dem Busch kommen, wenn man einen Insider nicht erkennt. Danke für den Tip mit Bentley. Aber warum habe ich wohl geschrieben, dass die Queen einen Volkswagen fährt?

    sorry, wenn Sie schon auf gebrauchte Fahrzeuge zurück greifen müssen. Hoffentlich erwischen Sie noch einen Mercedes aus den 60zigern, die sind zwar technisch eine Herausforderung, aber sie rosten net so arg.


  • FRAGE: Verstehe ich das allmächtige VW-Imperium richtig– sollte BMW im eilendem Gehorsam gleich mal Insolvenz anmelden? Nun gut -„lediglich“- die
    Realität spricht eine komplett andere Sprache, aktuell höchste Profitabilität, beste Wachstumszahlen. @Gleichteilediskussion: Betrachtet man nur mal EIN wesentliches Elements eines Automobils an – z. B. den Motor -schon wird das das kraftstrotzende VW-Imperium auf Normalmaß zurückgedreht. (Bilanz Engine of the Year: BMW 55 Auszeichnungen, Volkswagen AG 27 (inklusive Audi -4, Porsche -3). Nun beginnt man selbst als Außenstehender zu ahnen, welchem Umstand die blauweiße Marke seine wachsende Anhängerschaft verdankt. Ihrer ausnehmend hohen Qualität zum Beispiel. @BMW Group? – wurde verwendet, weil genau das die wirtschaftliche Einheit ist, die sich dem Wettbewerb stellen muss, für die eine Marktbewertung vorliegt. Nennt sich Marktkapitalisierung. Und die liegt nur rund ein Drittel niedriger als die des VW-Imperiums. Obwohl die gefühlte 100x mehr Autos verkaufen. Woran das nur liegen kann? Nur so ein Verdacht - vielleicht damit begründet, dass das allmächtige Imperium als Massenhersteller in unsicheren Zeiten weltweit aus ca.100 Ecken angegriffen wird? Z. B. von preisverderbenden Hervorkömmlingen wie Huyndai?

  • Sie sollten anfangen meine Beiträge richtig zu lesen.
    Sie gehören offensichtlich zu den Menschen, die nur das lesen was sie gerne lesen wollen.
    Mercedes habe ich ebenso kritisiert wie die anderen Deutschen Marken.
    Und ganz nebenbei, ich habe kein eigenes Auto, weil ich nicht so dumm bin mich dermaßen über den Tisch ziehen zu lassen. Wenn Mittelklasse-Fahrzeuge um die 10.000 Euro (netto) kosten, dann würde ich mich vielleicht darauf herablassen.

    Und ich arbeite bei keinen Autombilhersteller, sondern im Controlling beim größten Automobilzulieferer.
    An der Stelle noch Kritik an einen anderen Kommentar von "Audi". Innovationen werden meist von den Zuliefern generiert. Wenn die Zulieferer Geld brauchen für R&D, dann wenden sie sich an die entsprechenden Marken. Aber das zeigt mal wieder, dass heute wirklich viele so naiv sind und glauben, dass die Marken auch die zugehörigen Teile selbst entwickelt haben.

  • Hans

    Wahrscheinlich sind sie Mercedes Statege u. möchten
    natürlich ihre Schrottmarke anderen vorziehen .

    Von einer durchnittlichen Lebensdauer von 6 Jahren bei
    Mercedes haben sie natürlich recht .

    Die Kisten stehen schon nach kurzer Zeit in der Rostblüte .

    Mercedes kauft die Autos bei Reklamation auf u. führt
    sie der Verschrottung zu .

    Damit Mercedes sein angeblich gutes Image behält .

    Aber der Kunde ist nicht so dumm wie die Herren von Mercedes das gerne hätten .

    Das nächste Auto wird ein Audi oder BMW !

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