Mercedes und Mitsubishi einig
Smart-Produktionsstopp kostet über 1 000 Stellen

Nachdem der Produktionsstopp des Kleinwagens Smart ForFour bereits beschlossene Sache ist haben sich die Autokonzerne Daimler-Chrysler und Mitsubishi Motors nun auch über die dazu notwendigen Details geeinigt.

HB STUTTGART. „Wir haben eine Einigung erzielt“, sagte ein Sprecher der Mercedes-Pkw-Gruppe am Freitag in Stuttgart. Mitsubishi Motors werde als Ausgleich für den vorzeitigen Produktionsstopp der viertürigen Smart-Baureihe in seinem niederländischen Werk Nedcar eine Kompensation erhalten, deren Höhe jedoch nicht bekannt gegeben werde. Der letzte Smart ForFour, der sich nur schleppend verkaufte, soll den Angaben zufolge an diesem Wochenende vom Band rollen.

Das Fahrzeug war als Erweiterung der Modell-Palette von Smart im Frühjahr 2004 auf den Markt gebracht worden. Bereits im zweiten Lebensjahr brach der Absatz auf 43 700 Stück weltweit ein, nachdem zuvor noch 59 100 Fahrzeuge verkauft worden waren. Für die Einstellung der Auftragsproduktion des Smart ForFour hat Daimler-Chrysler Kosten von insgesamt rund einer Milliarde Euro veranschlagt. Im ersten Quartal flossen davon bereits 800 Mill. Euro Schadenersatz an Mitsubishi Motors und andere Lieferanten.

Durch den Produktionsstopp wird die bereits 2005 nahezu halbierte Smart-Belegschaft in Böblingen nochmals um 300 auf 450 Mitarbeiter reduziert. Mitsubishi Motors wird in seinem Nedcar-Werk in Born rund 1100 Stellen streichen und damit die Belegschaft nahezu halbieren.

Der japanischen Zeitung „Mainichi“ zufolge zahlt Daimler-Chrysler an Mitsubishi Motors zwischen 40 und 50 Mrd. Yen (275 bis 343 Mill. Euro) als Kompensation.

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