Merck-KGaA-Chef Karl-Ludwig Kley im Interview: „Das Display-Geschäft ist noch lange nicht gesättigt“

Merck-KGaA-Chef Karl-Ludwig Kley im Interview
„Das Display-Geschäft ist noch lange nicht gesättigt“

Bestens verdrahtet

Der Manager
Karl-Ludwig Kley (57) ist als Spross einer angesehenen Managerfamilie – sein Vater war einst Vorstand bei Siemens, sein älterer Bruder Max Dietrich Finanzchef der BASF – bestens in der Wirtschaft verdrahtet. Er wurde im September 2006 in die Geschäftsleitung von Merck berufen und steht seit Mai 2007 an der Spitze des Darmstädter Chemie- und Pharmaherstellers. Erfahrung aus dem Pharmageschäft bringt er vor allem aus seiner Zeit bei Bayer mit, wo er in den 80er- und 90er-Jahren diverse Führungsfunktionen in der Arzneimittelsparte sammelte, darunter die Leitung der italienischen Landesgesellschaft. 1998 wechselte er als Finanzchef in den Vorstand der Lufthansa. Der promovierte Jurist gehört unter anderem dem Aufsichtsrat von BMW und Bertelsmann an. Kley gilt als ausgemachter Italien-Liebhaber. Als Manager bevorzugt er aber eher die ruhigen und nachdenklichen Töne. Als Fußball-Fan gehört sein Herz dem 1. FC Köln, bei dem er 2007 auch den Vorsitz im Aufsichtsrat übernommen hat.

Das Unternehmen
Die Merck KGaA gilt als das älteste pharmazeutisch-chemische Unternehmen der Welt. Die große Tradition, die bis ins Jahr 1668 zurückreicht, hat den Konzern indessen nicht davon abgehalten, seine Strukturen immer wieder stark zu verändern. In den vergangenen beiden Jahren sorgte das Familienunternehmen mit dem gescheiterten Übernahmeversuch bei Schering und dem nachfolgenden ( knapp neun Mrd. Euro teuren) Kauf der Schweizer Serono für Aufsehen. Das Generikageschäft hat man stattdessen verkauft. Eine Perle der Chemiesparte von Merck ist das hochprofitable Geschäft mit Flüssigkristallen für Flachbildschirme. 2007 verbuchte Merck knapp eine Mrd. Euro Betriebsgewinn und rund sieben Mrd. Euro Umsatz, davon 4,9 Mrd. Euro im Pharmageschäft.

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