Merck KGaA
Squeeze Out bei Serono rückt näher

Der Darmstädter Pharma- und Chemiekonzern Merck hat nach eigenen Angabe fast die vollständige Kontrolle über das Schweizer Biotechnologie-Unternehmen Serono übernommen.

HB DARMSTADT. Die Merck KGaA hält demnach inzwischen 98,7 Prozent des ausgegebenen Serono-Aktienkapitals und 99,1 Prozent der Stimmrechte. Damit sei die Schwelle für eine Zwangsabfindung der verbliebenen Aktionäre (Squeeze Out) erreicht, teilte der Chemie- und Pharmakonzern am Freitagabend mit. Für ein solchen Schritt benötigte das im MDax notierte Unternehmen in der Schweiz 98 Prozent der Stimmrechte von Serono, während diese Schwelle in Deutschland bei 95 Prozent liegt. Außerdem will Merck in der Schweiz und den USA beantragen, den Handel mit Serono-Aktien einzustellen. Der Darmstädter Konzern hatte bereits früher angekündigt, die Serono-Aktien nach erfolgreicher Übernahme von der Börse nehmen zu wollen. Merck will mit der 10,6 Milliarden Euro teuren Übernahme vor allem sein Pharmageschäft in den USA verstärken.

Bereits im vergangenen Jahr hatte sich Merck nach einer Einigung mit der Besitzerfamilie Bertarelli 64,5 Prozent des Serono-Kapitals sowie 75,5 Prozent der Stimmrechte gesichert. Den übrigen Anteilseignern war ein Angebot von 1 100 Schweizer Franken (rund 678 Euro) pro Aktie unterbreitet worden. Die Nachfrist für dieses Angebot war am Donnerstag abgelaufen.

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