Merck
Pharmasparte soll kräftig wachsen

Der Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck hat sich neue mittelfristige Wachstumsziele für sein Arzneigeschäft gesetzt. Für die Pharmasparte Merck Serono wird für die nächsten zwei Jahre ein hohes prozentual einstelliges Wachstum angepeilt.
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HB FRANKFURT. Das Wachstum werde nach Einschätzung des Unternehmens angetrieben von voraussichtlich prozentual zweistelligen Zuwächsen bei Schlüsselmedikamenten wie dem Krebsmittel Erbitux und den Präparaten gegen Multiple Sklerose sowie ebenfalls starken Geschäften in den Schwellenländern. Die Merck-Aktie drehte nach der Nachricht ins Plus, lag im weiteren Verlauf dann 0,28 Prozent im Minus bei 71,96 Euro.

Analysten äußerten sich positiv. „Wir sehen die Investmentgeschichte voll bestätigt“, kommentierten die Experten von Kepler Capital Markets. Bei den Medikamenten-Neuentwicklungen gebe es viel Schwung. Dazu gehe die Wende im Chemiegeschäft mit Pigmenten mit einer anhaltend starken Entwicklung in der Flüssigkristallsparte einher.

Bei neuen Medikamenten hatte Merck nach einer Serie von Rückschlägen Ende 2009 und Anfang 2010 zuletzt wieder Fortschritte erzielt. So erhielt die Multiple-Sklerose-Tablette Cladribin inzwischen in Russland und Australien erste Landeszulassungen und die US-Gesundheitsbehörde FDA nahm den Zulassungsantrag für die Pille im zweiten Anlauf an. In Europa wird mit einer Entscheidung des zuständigen Expertengremiums CHMP noch im September gerechnet. Mit den Pillen könnten MS-Patienten ohne Spritzen auskommen. Analysten trauen den Mitteln deshalb Milliardenumsätze zu.

Im Chemiebereich, der noch 2009 unter der schwachen Nachfrage während der Wirtschaftskrise gelitten hatte, brummte das Geschäft zuletzt wieder. So hatte die Flüssigkeitskristall-Sparte ihren Betriebsgewinn im zweiten Quartal nahezu verdreifacht und eine Umsatzrendite von 53 Prozent erreicht. Merck ist Weltmarktführer im Geschäft mit den Kristallen, die auch in Handy-Displays und Laptops zum Einsatz kommen.

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