Industrie
Merck profitiert vom Flachbildschirm-Boom

Der Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck hat im Auftaktquartal dank starker Geschäfte mit Flüssigkristallen und seinem neuen Krebsmedikament Erbitux den operativen Gewinn kräftig gesteigert.

HB FRANKFURT. Der Zuwachs lag allerdings etwas unter den durchschnittlichen Schätzungen der Analysten. „Merck hat 2005 einen guten Start vollzogen, und für den weiteren Verlauf des Jahres erwarten wir eine Fortsetzung der positiven Entwicklungen in den beiden Unternehmensbereichen Pharma und Chemie“, sagte Konzernchef Bernhard Scheuble am Dienstag in Darmstadt.

Der operative Gewinn nahm binnen Jahresfrist um 17 Prozent auf 198,1 Millionen Euro zu. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt allerdings 207 Millionen Euro erwartet. Der Konzernumsatz erhöhte sich im ersten Quartal um 7,6 Prozent auf 1,381 Milliarden Euro. Die Merck-Aktie lag nach den Zahlen im vorbörslichen Geschäft bei Lang & Schwarz leicht im Plus.

Merck erwartet für das Gesamtjahr 2005 im Konzern ein Umsatzwachstum im einstelligen Prozentbereich. „Dies gilt unter dem Vorbehalt, dass ungünstige Währungseffekte sich nicht vergrößern,“ ergänzte Scheuble.

Merck erwirtschaftete im Auftaktquartal einen Gewinn nach Fremdanteilen von 119,6 Millionen Euro, ein Plus von 20,9 Prozent. In der Chemiesparte erzielten die Darmstädter in ihrem florierenden Flüssigkristallgeschäft einen Umsatz von 146 Millionen Euro, was einer Steigerung von 7,5 Prozent entspricht. Merck ist Weltmarktführer bei Flüssigkristallen, die unter anderem in Flachbildschirmen und Handy-Displays zum Einsatz kommen. Im vergangenen Jahr erzielte Merck eine Umsatzrendite von mehr als 51 Prozent in diesem Geschäft.

In der Pharmasparte ist Erbitux, das zur Behandlung von fortgeschrittenem Darmkrebs auf dem Markt ist, derzeit der größte Hoffnungsträger des Konzerns. Mit dem Medikament erwirtschaftete Merck Erlöse von 42 Millionen Euro im Quartal, ein Zuwachs von 17 Prozent zum Schlussquartal 2004. Der Konzern teilte außerdem mit, dass im zweiten Quartal dieses Jahres die Ergebnisse voraussichtlich stark von den Erlösen aus dem Verkauf der Sparte Electronic Chemicals profitieren würden.

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