Merckle-Beteiligung
Heidelberg Cement senkt Verschuldung

Der Baustoffkonzern Heidelberg Cement hat zum Jahresende 2008 seine Nettoverschuldung deutlich gesenkt.

HB HEIDELBERG. Die Verbindlichkeiten seien um 3 auf 11,6 Milliarden Euro gesunken, teilte die im MDax notierte Gesellschaft am Donnerstag in Heidelberg mit. Dazu beigetragen hätten zum einen der Verkauf der Baustoffgruppe Maxit für 2,125 Milliarden Euro, eine Kapitalerhöhung sowie ein starker Cashflow.

Weitere fünf Milliarden Euro Schulden müssen bis zum nächsten Jahr refinanziert werden. Der Schuldenberg geht vor allem auf die Übernahme des britischen Baustoffunternehmens Hanson zum zurück.

Derzeit arbeitet das Management mit Banken an einer neuen Kapital- und Finanzierungsstruktur und sucht zum Abbau seiner milliardenschweren Schuldenlast nach geeigneten Investoren. Die Beteiligungsgesellschaften VEM und Spohn, die rund 80 Prozent an Heidelberg Cement halten und hinter denen als Großaktionär die Familie Merckle steht, steckt wegen Fehlspekulation in Zahlungsschwierigkeiten.

Der Baustoffkonzern prüfe die Möglichkeiten auf der Eigen- und der Fremdkapitalseite, sagte Vorstandschef Bernd Scheifele am Donnerstag in Heidelberg. "Wir sind zuversichtlich, im Laufe des Jahres 2009 zu einer erfolgreichen Lösung zu kommen", hieß es in einer Mitteilung. Zuletzt hatte Scheifele eine Lösung bis zur Jahresmitte in Aussicht gestellt. Obwohl diese jetzt länger auf sich warten lassen könnte, legte die Aktie des Baustoffkonzerns am Donnerstag zu Handelsbeginn um 2,7 Prozent auf 20,75 Euro zu.

Um Heidelberg Cement zu entschulden, will Scheifele in den nächsten Jahren auch Unternehmensteile verkaufen, die nicht zum Kerngeschäft gehören. Aus dem operativen Geschäft können die Schulden angesichts der Konjunkturflaute in nächster Zeit nicht mehr deutlich abgebaut werden.

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