Merckle-Gruppe
Gerüchte: Wella-Erben wollen Kässbohrer

Der zur finanziell angeschlagenen Merckle-Gruppe gehörende Fahrzeugbauer Kässbohrer soll offenbar bis Ende Juni verkauft werden. Als wichtigste Interessenten gelten die Wella-Erben-Familie Ströher, der Finanzinvestor Triton und der Tiroler Beschneidungsspezialist Techno-Alpin.

HB LAUPHEIM. Einschließlich Schulden lägen die Kaufgebote für den Spezialisten für Skipistenfahrzeuge in einer Größenordnung von rund 150 Mio. Euro, wie verschiedene Medien berichten. Eine Merckle-Sprecherin wollte sich dazu nicht äußern. Nach dpa-Informationen sind noch weitere Bieter im Rennen.

Derzeit ist Ludwig Merckle über die LuMe Vermögensverwaltung mit einem Anteil von rund 93 Prozent Hauptaktionär bei dem Fahrzeugbauer. Die Merckle-Gruppe war Ende 2008 auch wegen der Folgen der Finanzkrise in eine finanzielle Schieflage geraten. Ludwig Merckles Vater, der Firmenmogul Adolf Merckle, hatte sich im Januar das Leben genommen, kurz zuvor aber noch mit den Banken einen Kompromiss für die Rettung seiner Unternehmen in die Wege geleitet.

Bedingung eines von den Gläubigerbanken gewährten Überbrückungskredits war unter anderem der Verkauf des Generikaherstellers Ratiopharm. Der Kässbohrer-Verkauf war hingegen nicht Teil der Verhandlungen mit den Gläubigerbanken.

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