Merkel in Peking
Airbus-Auftrag weit geringer als erhofft

Die chinesische Leasingfirma ICBC Leasing hat Airbus den zweiten Milliardenauftrag binnen einer Woche beschert. Die Bestellung der Maschinen der A320-Familie blieb allerdings hinter den Erwartungen zurück.
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Peking/ParisDer europäische Flugzeughersteller Airbus hat in China einen Großauftrag an Land gezogen. Die während des Peking-Besuchs von Bundeskanzlerin Angela Merkel vereinbarte Bestellung fiel aber deutlich geringer aus als erhofft. Die chinesische Leasingfirma ICBC Leasing habe 50 Flugzeuge der A320-Familie geordert, bestätigte ein Konzernsprecher am Donnerstag. Nach Listenpreis entspricht dies einem Auftrag von mehr als vier Milliarden Dollar. Die Nachrichtenagentur Xinhua bezifferte die Summe auf 3,5 Milliarden Dollar. Im Vorfeld von Merkels China-Reise hatten Firmenkreise mit einem Auftrag von bis zu 100 Maschinen gerechnet.

Aus Firmenkreisen erfuhr Reuters bereits zum Wochenanfang von einem Rahmenabkommen des Luftfahrtkonzerns EADS mit der Volksrepublik für das Werk in der chinesischen Stadt Tianjin, dem konkrete Aufträge folgen müssten. Das Werk in der Geburtsstadt des chinesischen Ministerpräsidenten Wen Jiabao steht auch auf Merkels Besuchsliste. Unsicherheiten bezüglich des Airbus-Auftrags gab es vor allem wegen des Streits zwischen China und der EU über Emissionsabgaben für in der EU landende Flugzeuge. Wegen des Disputs hatte Peking bereits eine Order für 45 größere Flugzeuge des Typs A330 und A380 zunächst auf Eis gelegt. Beim A320 machte sich Airbus nun wieder Hoffnungen, weil die Flugzeuge in China zusammengebaut werden.

Anfang der Woche hatte der europäische Flugzeughersteller seinen US-Erzrivalen Boeing bereits mit einem Großauftrag von den Philippinen ausgestochen und sich die Order von Philippine Airlines über 54 Airbus-Flugzeuge mit einem Auftragsvolumen von 5,6 Milliarden Euro gesichert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Merkel in Peking: Airbus-Auftrag weit geringer als erhofft"

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  • wenn ich diese Bilder und Berichte hier so sehe, wird mir wieder ganz warum ums Herz.

    Unsere Zukunft liegt nun mal u.a. in China und generell Asia. Und wenn man dann hört, wie die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen CN-RUS-D besser und besser wird, sehe ich das als ein sehr positives Zeichen an.

    Hinzu kommt, dass wir in 10 Jahren ähnliche politische Verhältnisse haben werden, wie in China, denn die Demokratien werden endlich geschreddert. Ist auch besser so, denn Deutsche taugen nicht für eine Demokratie.

    Ich sehe blühende Felder, sichere Innenstädte und eine enge Zusammenarbeit zu Asia udn damit knüpfen wir an eine Zeit an, die unsere aktuellen Siegermächte überhaupt nicht gerne sehen.

    China will uns als Partner,
    F, GB, USA will uns als Kriegsverlierer.

    Danke Deutschland-AG

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