Messe „Drupa“
Druckmaschinenbau hofft auf neue Impulse

Immer mehr Inhalte werden nicht mehr gedruckt, sondern im Internet veröffentlicht. Darunter leiden die Druckmaschinenbauer. Die Branchenmesse „drupa“ soll neuen Schwung bringen.
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FrankfurtAuf sein Bauchgefühl kann sich Bernhard Schreier nicht mehr verlassen. Dafür sind die Umwälzungen einfach zu groß, die die Druckindustrie gebeutelt haben. Auch der von Schreier geführte Marktführer Heidelberger Druck wurde nicht verschont. Seine Hoffnungen auf eine bessere Zeit will er sich aber nicht nehmen lassen: „Die Drupa kommt zur richtigen Zeit, sie wird Impulse geben“, sagte der Firmenchef.

Die Anfang Mai startende Drupa ist die wichtigste Messe für die Branche. Alle vier Jahre kommen Vertreter von Druckereien aus aller Welt nach Düsseldorf, um sich die neuesten Trends der Branche anzuschauen – und um Geschäfte abzuschließen. Davon gab und gibt es noch zu wenige. „Die Entscheider werden alle da sein. Letztendlich hängt es aber daran, wie das Marktumfeld ist“, sagte Schreier.

Die Fertigung von Druckmaschinen ist eine deutsche Domäne, selbst im Land der Maschinenbauer ist sie die Königsdisziplin. Über die Hälfte dieser Anlagen werden hierzulande gebaut, mit Heideldruck und Koenig & Bauer kommen die unangefochtenen Marktführer aus Deutschland. Wie sich aber an der Pleite von Manroland, der einstigen Nummer drei, zeigt, ist der Markt schwierig. Selbst Heideldruck konnte nur durch Staatshilfe vor dem Aus bewahrt werden.

Bei der letzten Drupa vor vier Jahren sah die Lage sehr viel besser aus. Die Branche feierte einen Rekordeingang bei den Aufträgen und sonnte sich in der Gewissheit, dass der Boom ewig so weitergehen wird. Dabei waren die Vorboten auf die folgende Dürreperiode längst erkennbar. So blieben die Kunden aus den USA weg. „Da die Kunden aus Asien aber viele Aufträge platzierten, fiel das keinem auf“, erinnert sich Schreier.

Auf den Höhenflug folgte der Absturz. Der weltweite Umsatz mit Druckmaschinen brach massiv ein. Lag dieser vor der Krise bei neun Milliarden Euro, so hat er sich bis jetzt gerade einmal auf 4,5 Milliarden Euro berappelt, wie Claus Bolza-Schünemann, Chef von Koenig & Bauer, sagte.

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  • DRUPA 2012
    ..........
    eine messe im zeichen des strukturwandels.
    ..
    nach jahren der rezession und technisches umwälzungen
    wird sich - nicht nur - auf der DRUPA zeigen, dass die
    unternehmen der druckmaschenindustrie mittlerweile die
    zeichen der zeit erkannt haben..
    ..
    sie haben sich neben dem kerngeschäft breiter aufgestellt,
    sind kooperationen eingegangen und werden den schrumpfen-
    den markt des klassischen druckmaschinenbaus in zukunft ..
    kompensieren können..
    ..
    die HEIDELDRUCK ist mittlerweil auf den gebieten..
    ..
    verpackungsindustrie..
    maschinenindustrie....tätig
    ..
    und arbeitet ua. mit dem kooperationspartner RICOH
    aus japan zusammen..
    ..
    die strukturanpassungen werden sicherlich erfolgreich
    sein - wenn auch nicht krzfristig.!!
    ..

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