Messe Hannover
Von der „Fischbrötchen-Messe“ zum Schaufenster der Industrie

Der Volksmund hatte für die erste „Export-Messe Hannover“ im Jahr 1947 schnell einen eigenen Namen: „Fischbrötchen- Messe“.

dpa HANNOVER. An den 21 Ausstellungstagen im Spätsommer wurden die Besucher von den Ausstellern mit belegten Brötchen bei Laune gehalten. Die Schau startete damals in alten Produktionshallen. Heute legen Messemacher und Anbieter mehr Wert auf die fachliche Qualität der Besucher auf dem inzwischen größten Messegelände der Welt.

Die Hannover Messe gilt nach wie vor - auch im Schatten der inzwischen weitaus größeren Computermesse Cebit - als weltweit bedeutendstes Schaufenster des Maschinenbaus und anderer Industriezweige. In den vergangenen Jahren aber wurden immer wieder Einzelveranstaltungen aus der Messe herausgelöst - so war auch die Cebit ehemals ein Teil der Industrieschau.

Zur ersten Hannover Messe - angeordnet vom Oberbefehlshaber der britischen Besatzungstruppen - kamen 1 300 Aussteller nur aus Deutschland. Sie sollten zeigen, was es nach dem Weltkrieg noch „Made in Germany“ gab: den kleinsten Dieselmotor der Welt, Zahnprothesen, klappbare Kinderwagen oder den VW-Käfer. Heute prägen automatisierte Produktionsanlagen und andere High-Tech-Innovationen das Messebild.

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