Messe K 2007
Kunststoffmaschinen helfen Energie sparen

Die Themen Energiesparen und nachwachsende Rohstoffe beschäftigen die Hersteller von Kunststoff- und Gummimaschinen. Auf der Messe K 2007, die mit über 3 100 Ausstellern noch bis zum 31. Oktober die Hallen des Düsseldorfer Messegeländes komplett füllen wird, diskutiert die Branche über höhere Leistungen und geringeren Verbrauch der teuren Rohstoffe.

DÜSSELDORF. Schließlich ist der Ausgangsstoff für die meisten Kunststoffprodukte aus Öl gewonnenes Granulat, das in letzter Zeit bedeutend teurer geworden ist. „Wir müssen den Einsatz von Energie reduzieren und gleichzeitig die Leistung steigern“, beschreibt Ulrich Reifenhäuser, Geschäftsführer des gleichnamigen Maschinenbauers aus Troisdorf, die Anforderungen.

Die Branche hat sich darauf eingestellt. Reifenhäuser hat den Einsatz von Energie bei der Herstellung von Folien in den vergangenen fünf Jahren um 20 bis 25 Prozent gesenkt. Seine riesige in Halle 17 aufgebaute Blasfolienanlage produziert Folien mit einem Gewicht von 400 bis 500 Kilogramm in der Stunde.

Peter Steinbeck, Geschäftsführender Gesellschafter von Windmöller & Hölscher aus Lengerich, sieht die Einsparung vor allem in immer dünneren Folien. „Die auf unseren Maschinen produzierten Folien sind in zehn Jahren 30 bis 40 Prozent dünner geworden“, sagt der Chef des Unternehmens mit rund 500 Mill. Euro Umsatz. Gleichzeitig wurde der Ausstoß der Maschinen in sechs Jahren verdoppelt. Einsparungen gibt es aber auch durch kürzere Rüstzeiten für die Maschinen und weniger Makulatur.

Aber es werden auch teure Rohstoffe ersetzt. So hat Windmöller & Hölscher eine Maschine entwickelt, die Milka-Schokolade nicht mehr in teurem Aluminium verpackt, sondern in einer wieder verschließbaren Kunststoff-Folie. Davon produziert die in Lengerich konstruierte Maschine 125 000 Verpackungen in der Stunde. Auch nachwachsende Rohstoffe halten Einzug in die Herstellung von Folien. „Müllbeutel werden heute meist aus Biogranulat hergestellt“, sagt Steinbeck.

Krauss Maffei setzt in seinen Spritzguss-Maschinen bereits Sisal, Hanf, Holzmehl oder Kartoffelstärke als Rohstoff ein. „Dies wird jetzt auch in der Autoindustrie eingesetzt“, sagt Dietmar Straub, Vorsitzender der Geschäftsführung des Unternehmens mit einem Auftragseingang in diesem Jahr von rund einer Mrd. Euro. Allerdings sind diese Rohstoffe noch teurer, weil sie erst in geringen Mengen eingesetzt werden.

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