Metaller
Neue Verhandlungen zur Altersteilzeit rücken näher

Im Streit um eine neue Altersteilzeitregelung wollen Arbeitgeber und Gewerkschaft IG Metall im Pilotbezirk Baden-Württemberg einen neuen Einigungsversuch unternehmen. Die Zeit drängt.

HB BERLIN. Der Vorstand des bundesweiten Arbeitgeberverbands Gesamtmetall bekräftigte am Mittwoch in Berlin das Interesse am Zustandekommen eines Tarifvertrages zu flexiblen Übergängen in die Altersrente. "Der Vorstand geht davon aus, dass Südwestmetall mit der IG Metall Baden-Württemberg Lösungsmöglichkeiten auslotet und gegebenenfalls einen Abschluss erzielt", teilte Gesamtmetall mit.

Die IG-Metall-Spitze hatte am Vortag bereits den Gewerkschaftsbezirk im Südwesten beauftragt, mit dem Arbeitgeberverband einen regionalen Tarifvertrag abzuschließen. Sollte allerdings bis zum Beginn der Lohntarifrunde für die bundesweit 3,5 Mill. Beschäftigten der Metall- und Elektrobranche im September keine Einigung erzielt werden, will die Gewerkschaft bundesweit für die Neuregelung der Altersteilzeit kämpfen.

Gesamtmetall setzte eine Frist bis Ende August. Bis dahin werde "weiterhin kein anderer Mitgliedsverband Verhandlungen zu einem solchen Vertrag führen". Entsprechend bestätigte der Vorstand das Verhandlungsmandat an Südwestmetall für einen Pilotabschluss. Vergangene Woche waren die Verhandlungen zwischen der IG Metall Baden-Württemberg und dem regionalen Arbeitgeberverband über einen Pilotabschluss für Altersteilzeit in der Metall- und Elektroindustrie geplatzt. In sieben Verhandlungsrunden hatten sich die Tarifparteien mit ihren gegensätzlichen Positionen zwar angenähert, aber entgegen den Erwartungen keinen Durchbruch erzielt. Die Verhandlungen waren an der Frage gescheitert, wie viele Beschäftigte pro Betrieb zu welchen Konditionen in die Altersteilzeit gehen können.

Die Gespräche waren notwendig geworden, weil Ende kommenden Jahres die staatliche Förderung für die Altersteilzeit ausläuft. Bislang können Metall-Beschäftigte vom 57. Lebensjahr in eine sechsjährige Altersteilzeit gehen. Dabei erhalten sie für die Hälfte der Arbeitszeit 82 Prozent ihres vorherigen Jahresnettoeinkommens. Zu der Aufstockung tragen Arbeitgeber und bis Ende 2009 die Bundesagentur für Arbeit (BA) bei.

Bei Gesamtmetall sind 22 Arbeitgeberverbände der Branche organisiert, in denen 6 300 Unternehmen mit mehr als zwei Mill. Beschäftigten Mitglied sind.

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