Mexiko unterstützt Volkswagen
Mexikanische Polizei soll VW helfen

Wegen der Diesel-Krise bei VW fürchtet der Gouverneur des mexikanischen Bundesstaats Puebla um Arbeitsplätze. Um dem deutschen Konzern zu helfen, kündigt er eine Bestellung an. Die Polizisten vor Ort dürfte das freuen.

Mexico-StadtGuten Freunden steht man in schweren Zeiten bei. Das ist auch in Mexiko nicht anders. Und daher kündigte der Gouverneur des Bundesstaates Puebla, Rafael Moreno Valle, Mitte vergangener Woche an, dem örtlichen Volkswagenwerk, das stark von der Diesel-Krise in Mitleidenschaft gezogen wird, helfend unter die Arme greifen zu wollen.

In einem Treffen mit Vertretern des Vorstands von VW de México sagte der Gouverneur, er wolle auf Staatskosten Fahrzeuge bei dem deutschen Autobauer bestellen. „In diesem schweren Moment für das Unternehmen ist es für mich wichtig, Volkswagen meine Unterstützung zu versichern“, äußerte Moreno Valle gegenüber örtlichen Medien. Vor allem denke er dabei an die rund 11.000 Arbeiter des Werkes.

Ein Sprecher von VW de México bestätigte, dass die Provinzregierung den Kauf in Aussicht gestellt habe. Es gehe dabei vor allem um rund hundert bis 200 Polizeifahrzeuge. Es sei im Wesentlichen eine „symbolische Aktion“, betonte der Sprecher gegenüber dem Handelsblatt. Diese Geste zeige die Verbundenheit, die der Bundesstaat rund 120 Kilometer südöstlich von Mexiko-Stadt mit dem Unternehmen habe. „Wenn es Volkswagen gut geht, geht es auch Puebla gut“, ist eines der geflügelten Worte des Gouverneurs.

Denn Gouverneur Moreno Valle weiß um die Bedeutung des Automobilsektors im Allgemeinen für seinen Bundesstaat und Volkswagen im Besonderen. Ein Viertel der Wirtschaftskraft des Staates hängt an der Fabrik und seinen knapp hundert Zulieferern in der Umgebung, die nochmal rund 40.000 Arbeiter und Angestellte beschäftigen.

2016 will auf die Ingolstädter VW-Tochter Audi in Puebla fertigen. Ab Frühjahr soll in dem gerade entstehenden Werk in dem Ort San José Chiapas der Geländewagen Q5 vom Band rollen.

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