Michael und Wolfgang Herz
Tchibo-Eigner halten 26 Prozent an Escada

Die beiden Tchibo-Eigner Michael und Wolfgang Herz halten nach ihrem Einstieg bei dem Modekonzern Escada insgesamt 26 Prozent der Anteile. Damit kann die Familie Herz im Kreis der Escada-Anteilseigner das gleiche Gewicht auf die Waage bringen wie der russische Großaktionär Rustam Aksenenko.

HB HAMBURG/MüNCHEN. Die Zahl ergibt sich aus Pflichtmitteilungen für die Börse in den vergangenen Tagen. Danach haben die Herz-Brüder die Aktien teils persönlich, teils über Vermögensverwaltungen erworben, die ihnen zuzurechnen sind.

Mit dem neuen Vorstandsvorsitzenden und ehemaligen Hugo-Boss-Chef Bruno Sälzer an der Spitze soll der schwächelnde Damenmode-Anbieter wieder auf Kurs gebracht werden. Escada hat in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2007/08 (31. Oktober) einen Verlust von mehr als acht Mill. Euro eingefahren. Das Unternehmen trifft mit seinen Kollektionen nicht mehr den Geschmack der Kundinnen; vom weltweiten Boom der Luxusmode konnte der Konzern nicht profitieren.

Michael und Wolfgang Herz halten die Escada-Beteiligung in ihrem Privatvermögen. Ob die Anteile mittelfristig in die Familienholding MaxIngvest überführt werden, ist derzeit unklar. Noch ist nicht bekannt, wer künftig die Anteile von Joachim Herz besitzen wird, der vor wenigen Wochen bei einem Badeunfall in den USA ums Leben kam. Er hielt 15 Prozent an MaxIngvest, wo 100 Prozent der Tchibo-Anteile und die Mehrheit am Nivea-Hersteller Beiersdorf gebündelt sind. Michael und Wolfgang Herz sind an weiteren Unternehmen beteiligt, so am Blumenhändler Blume 2000, dem Buchhandelsunternehmen Libri und dem Internet-Dienstleister SinnerSchrader.

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