Milchkonzern Parmalat
Chronik: Die größte Bilanzaffäre Europas

Februar 2003: Alarmsignale an der Mailänder Börse: Der Lebensmittelkonzern Parmalat gibt eine Serie von Anleihen mit einem Volumen von 300 Mill. Euro aus. Die Börsianer an der Piazza Affari werten das als Eingeständnis von Finanzproblemen. Der Aktienkurs bricht ein.

März 2003: Finanzvorstand Fausto Tonna tritt zurück.

Oktober 2003: Die italienische Börsenaufsicht verlangt von Parmalat einen Schuldenentwicklungsplan.

November 2003: Die Parmalat-Prüfer Deloitte & Touche weisen auf bedenkliche Geschäfte im Steuerparadies Cayman Islands hin.

Dezember 2003: Parmalat kann einen fälligen Kredit über 150 Mill. Euro nicht zurückzahlen. Firmengründer Calisto Tanzi tritt zurück. Der Aufsichtsrat beruft Enrico Bondi zum Berater. Parmalat gibt bekannt, dass der Finanztochter Bonlat auf den Cayman Islands vier Mrd. Euro fehlen. Der Konzern meldet Insolvenz an. Externe Bilanzprüfer finden heraus, dass Parmalat mit mehr als 14 Mrd. Euro verschuldet ist. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Bilanzfälschung und Betrugs. Tanzi wird in Mailand festgenommen. Der Vorwurf: betrügerischer Bankrott.

Januar 2004: Büros der Bank of America werden durchsucht. Der Verdacht: Die Bank hat die Bilanzfälschung begünstigt. Stefano Tanzi, der Sohn des Gründers, tritt zurück. März 2004: Die italienische Finanzpolizei durchsucht die Mailänder Büros verschiedener Gläubigerbanken, darunter auch das der Deutschen Bank.

August 2004: Parmalat versucht, insgesamt 1,6 Mrd. Euro von den ehemaligen Banken zurück zu erhalten. Insolvenzverwalter Bondi reicht gegen Citigroup, Bank of America, Deutscher Bank, UBS und CSFB Klage ein.

Oktober 2004: Die Banca Intesa einigt sich außergerichtlich in Höhe von 160 Mill. Euro.

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