Milder Winter und höhere Preise helfen
Dyckerhoff legt kräftig zu

Der Wiesbadener Baustoffhersteller Dyckerhoff hat Umsatz und Gewinn im ersten Halbjahr dank des milden Winters und höherer Preise zweistellig steigern können.

HB FRANKFURT. Den Gewinn vor Steuern und Abschreibungen (Ebitda) steigerte das im Kleinwerteindex SDax notierte Unternehmen um 34 Prozent auf 201 Mill. Euro. Der Überschuss legte auf 96 Mill. Euro zu, nach 45 Mill. Euro im Vorjahreszeitraum, wie die Firma am Montag mitteilte. Der Konzernumsatz wuchs um 30 Prozent auf 810 Mill. Euro. Ohne die erstmals in die Zahlen einbezogene niederländische Tochter Dyckerhoff Basal sowie zwei Firmenverkäufe betrug das Umsatzplus noch 21 Prozent.

Den größten Beitrag zum operativen Zuwachs lieferte das Geschäft in Osteuropa, wo im ersten Quartal zur kräftigen Konjunktur eine rege Investitionstätigkeit hinzukam. In den USA sanken dagegen wegen der Abschwächung im Wohnungsbau Absatz und Ertrag. Dyckerhoff erzielt mittlerweile 38 Prozent seines Umsatzes in Osteuropa, Westeuropa trägt 43 Prozent und die USA nur noch 18 Prozent bei.

Der Zementabsatz stieg in allen Geschäftsregionen außer den USA, bei Beton wurden durchweg Steigerungen erzielt. Außerdem konnte das Unternehmen fast überall Preiserhöhungen durchsetzen.

Für das Gesamtjahr stellte das zum italienischen Zementhersteller Buzzi gehörenden Unternehmen einen Umsatzanstieg auf mehr als 1,5 Mrd. Euro in Aussicht. Ebitda und Überschuss sollen über dem Vorjahresniveau liegen. Die Weltkonjunktur werde das Geschäft voraussichtlich weiter beleben. In Deutschland geht der Konzern allerdings wegen Rückgängen beim Wohnungsneubau von einem stagnierenden oder leicht rückläufigen Zementverbrauch aus. In den USA will das Unternehmen einen Absatzrückgang durch höhere Preise ausgleichen und den Umsatz damit auf Vorjahresniveau halten.

Die Dyckerhoff-Aktie lag am Montag nach Vorlage der Zahlen 1,3 Prozent im Plus bei 53,90 Euro.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%