Militäraufträge
US-Armee soll für EADS-Hubschrauber werben

EADS hofft aur unterschiedliche Militäraufträge aus dem Nahen Osten und will das US-Militär beim Verkauf des Lakota-Helikopters vor den Karren spannen. Bis 2016 wollen die Truppen 346 der Hubschrauber abnehmen.
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ColumbusDer europäische Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS hofft auf Hilfe der US-Armee beim Verkauf eines neuen Leicht-Hubschraubers. Erste Aufträge aus anderen Ländern für den bislang nur an das amerikanische Militär gelieferten Lakota-Helikopter könnte es nach Unternehmensangaben in etwa einem Jahr geben. EADS arbeite zusammen mit der US-Regierung an verschiedenen möglichen Militäraufträgen aus dem Nahen Osten und Südost-Asien, sagte der Chef von EADS Nordamerika, Sean O'Keefe, am Freitag am Rande einer Festveranstaltung zur Auslieferung des 200. Lakota-Helikopters an die US-Armee am Produktionsstandort in Columbus, Mississippi.

US-Major General Tim Crosby sagte, die Armee werde alles tun, damit EADS Aufträge aus dem Ausland und aus der Privatwirtschaft erhalte. Dies halte auch die Preise für den Hubschrauber niedrig. Trotz des Spardrucks glaube er nicht, dass die Armee weniger als die geplante Menge an Lakota-Helikoptern kaufe, sagte Crosby. Derzeit ist vorgesehen, bis 2016 an die amerikanischen Truppen 346 Hubschrauber zu verkaufen.

Der Chef des amerikanischen Ablegers der EADS-Tochter Eurocopter, Marc Paganini, sagte Reuters, er sei überzeugt, dass nahezu 500 der Lakota-Maschinen gebaut werden könnten. Auslandsaufträge seien in der Vorbereitung. Die ersten Verkäufe könnten bis Jahresende oder Anfang kommenden Jahres veröffentlicht werden.

EADS will den Umsatz in den USA bis Ende des Jahrzehnts auf zehn Milliarden Dollar jährlich von derzeit 1,5 Milliarden steigern. Dieses Ziel soll auch durch Zukäufe erreicht werden.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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