Militärtransport-Hubschrauber
EADS bildet Rückstellung für NH90

Der Rüstungs- und Aeronautik -Konzern EADS wird nach Informationen der Handelsblatt-Partnerzeitung „La Tribune“ für die Verspätung des Militärtransport-Hubschraubers NH90 eine Rückstellung von rund 100 Mill. Euro bilden. Nach der A380 und dem Transport-Flugzeug A400M ist dies bereits das dritte wichtige Produkt, bei dem es zu einer Verspätung kommt.

ali PARIS. Nach Informationen der „Tribune“ will der Konzern dies morgen bei der Verkündung der Halbjahreszahlen bekannt geben. Das Blatt beruft sich bei seiner Information auf Konzernkreise. Die Folge sind jeweils hohe Sonderkosten. Wie bei den anderen beiden Bauprogrammen hatte EADS im Juni bei der Tochter Eurocopter ermitteln lassen, welche finanziellen Folgen die Verspätung des NH90 nach sich ziehen wird. Das Ergebnis schlägt sich jetzt in der Rückstellung nieder.

Immerhin hat das Audit laut „La Tribune“ auch ergeben, dass dem NH90-Programm nicht noch zusätzliche Verspätungen drohen. Der NH90 ist ein mittelschwerer Transporthubschrauber. Die Fertigung hinkt bereits über ein Jahr dem ursprünglichen Zeitplan hinterher. Vor allem die Version für die Marine bereitet technische Probleme. Hauptursache soll die Integration der komplexen See-Navigationssysteme sein.

Kommerziell ist der NH90 ein Erfolg; 14 Kunden haben bereits 495 feste Bestellungen gebucht. Doch die Militärs sind anspruchsvoll, so gibt es insgesamt 21 Versionen vom NH 90.

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