Militärtransporter
Erstflug des A400M rückt weiter in die Ferne

Der Erstflug des krisengeplagten EADS-Militärtransporters A400M rückt offenbar in immer weitere Ferne. Die europäische Rüstungsorganisation Occar gehe von einem Erstflug nicht vor Sommer 2009 aus, heißt es in der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP.

HB BERLIN. Insgesamt rechne Occar mit einem Lieferverzug von mindestens 18 Monaten.Die Bundesregierung beharre auf ihrem Entschädigungsanspruch und behalte sich ihr Kündigungsrecht bei einer Verzögerung von mehr als zehn Monaten vor, heißt es in dem Schreiben weiter. Trotz der Schwierigkeiten mit dem Militärtransporter will die Regierung allerdings an der Beschaffung aller 60 geplanten A400M für die Bundeswehr festhalten. Ende September hatte EADS den ursprünglich bereits für Januar 2008 geplanten Erstflug des A400M auf unbestimmte Zeit verschoben.

Die FDP-Verteidigungsexpertin Elke Hoff kritisierte das Vorgehen des Verteidigungsministeriums. Die Bundesregierung werde inzwischen seit Jahren von EADS hingehalten, sagte sie Reuters. "Es ist fahrlässig, dass das Verteidigungsministerium trotz der derzeitigen Unsicherheit über den Zulauf des A400M und der Bedeutung des Lufttransports im Einsatz bisher keine Interims- oder Alternativlösungen geprüft hat", bemängelte die Liberale.

Nun räche sich, dass beim Lufttarnsport alles auf eine Karte gesetzt worden sei. Hoff erneuerte die Forderung, die Stückzahl beim A400M auf 49 zu reduzieren und einen Flottenmix zu schaffen mit Flugzeugen ober- und unterhalb des Leistungsspektrums des A400M.

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