Militärtransporter
Grünes Licht für A400M – Finanzierung steht

Nach monatelangem Streit steht die Finanzierung für den Militärtransporter A400M durch die sieben Käuferländer. Deutschland wird allerdings weniger der Flieger abnehmen, als ursprünglich geplant gewesen war. Die erste Maschine geht 2013 nach Frankreich. Mit drei Jahren Verspätung.
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HB BERLIN TOULOUSE. Der monatelange Streit über die Mehrkosten des Militär-Airbus A400M ist beendet. Die sieben Bestellnationen einigten sich am Freitag mit der Industrie auf eine Vertragsergänzung, wie das Verteidigungsministerium in Berlin mitteilte. Danach reduziert Deutschland seine Festbestellung von 60 Maschinen um sieben Stück und wandelt diese in Kaufoptionen um.

Zudem wird den Angaben zufolge auf die automatisierte Tiefflugfähigkeit des neuen Transportflugzeuges verzichtet. Die Vereinbarung wurde in Gegenwart des französischen Verteidigungsministers Hervé Morin, der Nationalen Rüstungsdirektoren und Vertretern aller Kundennationen im französischen Toulouse getroffen. Dabei handelt es sich um die lang erwartete Spezifizierung der Grundsatzvereinbarung vom März 2010.

Damals hatten sich Airbus und die sieben Bestellnationen auf eine vorläufige Einigung zur Anpassung des ursprünglichen Vertrags verständigt. Diese Anpassung war wegen massiver Kostenüberschreitungen und Verzögerungen notwendig geworden.

Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Belgien, Luxemburg, Spanien und die Türkei hatten im Jahr 2003 insgesamt 180 Maschinen zum Gesamtpreis von 20 Milliarden Euro bestellt. Das Entwicklungsprogramm für den europäischen Militärtransporter kam jedoch drei Jahre in Verzug und verursachte Mehrkosten von 5,2 Milliarden Euro.

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