Milliarden-Forderungen
Ex-Yukos-Eigner dürfen hoffen

Im Streit zwischen dem Ex-Ölkonzern Yukos und der russischen Regierung hat es einen Teilerfolg für das zerschlagene Unternehmen vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gegeben.
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StraßburgDer Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat dem zerschlagenen russischen Ölkonzern Yukos eine Verletzung seines Rechts auf ein faires Verfahren durch Russland bescheinigt. Das betrifft allerdings nur ein Steuerverfahren für das Jahr 2000 und nicht die Verfahren 2002 und 2003. Über die Forderung nach einem Rekord-Schadensersatz von 98 Milliarden US-Dollar (etwa 71 Milliarden Euro) wollen die Straßburger Richter später entscheiden.

Man wolle erst eine mögliche Einigung zwischen Yukos, seinem Ex-Manager Michail Chodorkowski (48) und der russischen Regierung abwarten, hieß es in dem am Dienstag in Straßburg verkündeten Urteil. Abgewiesen haben die Richter Beschwerden über eine Verletzung des Diskriminierungsverbots.

Die Ex-Yukos-Eigentümer werfen Russland vor, eine hochprofitable Gesellschaft in den Ruin getrieben zu haben. Die Regierung in Moskau legt Yukos Steuerhinterziehung im großen Stil zur Last. Gegen dieses EGMR-Urteil ist Berufung möglich.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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