Milliarden für Darmstädter Pharma-Konzern
Verkauf der Merck-Generika-Sparte rückt näher

Der Verkauf der Generika-Sparte des Darmstädter Pharma-Konzerns Merck geht in die entscheidende Phase. Nach Informationen aus Branchenkreisen sind nur noch zwei Bieter übrig geblieben: das israelische Unternehmen Teva und der amerikanische Pharma-Konzern Mylan.

HB DÜSSELDORF. Teva Pharmaceutical Industries will nach Unternehmensangaben mehr als 4,5 Milliarden Euro für die Generika-Sparte von Merck zahlen. Teva hat angeblich die besten Chancen, beim anstehenden Verkauf zum Zuge zu kommen. Zuvor hat hatten sich bereits zwei Finanzinvestoren aus dem Bietergefecht zurückgezogen. Merck hatte bereits im vergangenen Jahr angekündigt, dass der Darmstädter Konzern seinen Generika-Bereich verkaufen will. Generika sind so genannte "Nachahmer"-Medikamente, für die die Patente abgelaufen sind. Pharmahersteller müssen Generika-Medikamente in hohen Stückzahlen verkaufen, wenn sie Geld damit verdienen wollen.

Die Generikasparte der Merck KGaA soll Kreisen zufolge nach der jetzt anstehenden dritten Bieterrunde einen Betrag am oberen Ende zwischen vier und fünf Milliarden Euro einbringen. In der zweiten Bieterrunde hatten vier Parteien Gebote für die Generikasparte abgegeben. Kreisen zufolge waren das Teva, Mylan, der isländische Pharmahersteller Actavis und die Private-Equity-Unternehmen Bain Capital und Apax Partners, die gemeinsam geboten hatten.

In der vergangenen Woche hatte Actavis mitgeteilt, das Unternehmen habe sich aus dem Bieterverfahren zurückgezogen, weil der Preis zu hoch sei. Die Transaktion würde keinen Wert für die Actavis-Aktionäre bringen. Daher habe sich das Unternehmen gegen die Teilnahme am nächsten Stadium des Bieterverfahrens entschieden, so Actavis. Wann eine endgültige Entscheidung über einen Verkauf fallen sollen, ist unklar. Merck hatte den Schweizer Biotech-Hersteller Serono für mehr als zehn Milliarden Euro übernommen, um sich auf die Entwicklung neuer, Patent-gestützter Medikamente zu konzentrieren. Generika spielen in dieser Strategie nur noch eine untergeordnete Rolle. Der Merck-Aktienkurs ist Morgenhandel nahezu unverändert.

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