Milliarden-Investitionen
Bridgestone drängt an die Spitze

Mit Milliarden-Investitionen innerhalb der nächsten drei Jahre will der japanische Reifenhersteller Bridgestone die Poleposition auf dem rasch expandierenden Reifenmarkt ergattern. Durch einen höheren Reifenabsatz in Nord-, Mittel- und Südamerika sowie Europa und Wachstumsmärkten wie China soll auch der Gewinn steigen.

HB TOKIO. Bridgestone werde von 2006 bis 2008 mehr als 5,2 Mrd. Dollar (rund 4,4 Mrd. €) in die Ausweitung und Optimierung der weltweiten Reifenproduktion investieren - fast doppelt soviel wie in den drei Jahren zuvor, teilte Bridgestone am Dienstag mit. „Wir wollen auf den ersten Platz des weltweiten Reifenmarktes. Vor allem in Asien werden wir eine solide Nummer-1-Position erreichen“, sagte Bridgestone-Chef Shigeo Watanabe auf einer Pressekonferenz in Tokio. Dabei werde der Konzern vor allem die Produktion im Ausland ausbauen, weil der Markt in Japan kein so großes Wachstumspotenzial mehr habe.

Bridgestone dominiert den weltweiten Reifenmarkt zusammen mit dem französischen Michelin-Konzern und Goodyear aus den USA und konkurriert auch mit dem Reifenhersteller Continental aus Hannover. Mit Investitionen von jährlich mehr als 200 Mrd. Yen (1,74 Mrd. Dollar) wollen die Japaner bis 2008 ihren Marktanteil auf 20 % von derzeit 18 % steigern. Auf jeden Fall will Bridgestone den Michelin-Konzern überholen, der im Moment die Nase etwas vorne hat. „Bridgestone ist in die Offensive gegangen“, kommentierte Hajime Yagi, Fondsmanager bei Meiji Dresdner Asset Management, die Pläne. „Der Konzern hat Geld und das Know-how, um ausländische Unternehmen zu führen und ich sehe kein großes Risiko im langfristigen Geschäftsplan“, fügte er hinzu.

Für den weltweiten Reifenmarkt wird bis 2008 ein jährliches Wachstum von vier Prozent erwartet, getrieben vor allem durch die expandierenden Volkswirtschaften in China und in anderen Schwellenländern, wo die Nachfrage nach Autos, Bussen und Lastwagen steigt. Bridgestone betreibt weltweit 51 Reifenfabriken und hat in den vergangenen Monaten angekündigt, weitere Werke in China und Ungarn zu bauen.

Mit dem Investitionsprogramm will Bridgestone auch seine Umsätze steigern - bis 2008 um 15 % auf drei Billionen Yen von den geplanten 2,6 Billionen Yen im laufenden Jahr. Die Netto-Umsatzrendite soll dann bei fünf Prozent liegen, was einem Nettogewinn von 150 Mrd. Yen entspräche. 2005 erwartet Bridgestone einen Nettogewinn von 163 Mrd. Yen, inklusive eines Sondergewinns von 78 Mrd. Yen.

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