Milliarden mit starken Marken
Beiersdorf fährt Rekordergebnis ein

Der Nivea-Hersteller Beiersdorf hat einen der turbulentesten Abschnitte seiner Firmengeschichte mit Rekordergebnissen durchschifft. „Das dritte Quartal 2003 war sicher das „aufregendste“ in den vergangenen zehn Jahren“, schrieb der Vorstandsvorsitzende der Beiersdorf AG, Rolf Kunisch, am Dienstag im Zwischenbericht der ersten neun Monate an die Aktionäre

HB HAMBURG. „Als beispiellosen Einsatz der Großaktionäre“ bezeichnete er die Übernahme des Allianz-Pakets an Beiersdorf durch den Handelskonzern Tchibo, der im Oktober gemeinsam mit Investoren für 4,4 Milliarden Euro seinen Anteil um knapp 20 Prozent auf 49,9 Prozent aufgestockt hatte. Die Transaktion wird derzeit noch vom Bundesaufsichtsamt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) geprüft.

Mit der neuen Eignerstruktur will Kunisch das „außerordentlich erfolgreiche Wachstumsmodell“ weltweit ausbauen. So stieg der Überschuss im Konzern in den ersten neun Monaten 2003 verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um knapp fünf Prozent auf das Rekordniveau von 240 Millionen Euro. Die operative Umsatzrendite erhöhte sich auf 10,9 (Vorjahr: 10,6) Prozent. Die Erlöse gingen durch den Verfall des US- Dollars um 1,8 Prozent auf 3,54 Milliarden Euro zurück, ohne Wechselkursänderungen wären sie um 3,8 Prozent gestiegen. „Wachstumsmotor“ der Kosmetiksparte cosmed, auf die rund zwei Drittel des Gesamtumsatzes entfällt, blieben laut Bericht die Marken Nivea und Labello.

Zwar hätten sich die Aussichten für die weltweite Konjunkturentwicklung im 4. Quartal nicht wesentlich verändert, hieß es. Dennoch will Beiersdorf auch für das Gesamtjahr Rekorde vorlegen: So soll die operative Umsatzrendite für den Konzern bei über zehn Prozent liegen und der Jahresüberschuss mehr als sechs Prozent vom Umsatz betragen. Die Erlöse werden nach der Beiersdorf-Prognose wegen des stärkeren Euro leicht unter Vorjahresniveau fallen.

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