Milliarden-Sonderbelastung wegen Venezuela
Gewinn von Conoco-Phillips dramatisch eingebrochen

Im zweiten Quartal dieses Jahres hat der drittgrößte amerikanische Ölkonzern Conoco-Phillips einen massiven Gewinnrückgang verbucht. Schuld sollen Milliarden-Sonderbelastungen wegen „der Enteignung der Ölprojekte in Venezuela“ sein.

HB HOUSTON. Der Gewinn fiel im April-Juni-Abschnitt auf nur noch 301 Mill. Dollar (219 Mio Euro) oder 0,18 Dollar je Aktie, teilte die in Houston (Texas) ansässige Gesellschaft am Mittwoch mit. ConocoPhillips hatte in der entsprechenden Vorjahreszeit 5,2 Mrd. Dollar oder 3,09 Dollar je Aktie verdient.

Es gab in der Berichtszeit eine Gewinn mindernde Sonderbelastung von 4,5 Mrd. Dollar oder 2,72 Dollar je Aktie wegen der Entwicklung in Venezuela. Ohne diesen Sondereffekt betrug der Gewinn 4,8 Mrd. Dollar oder 2,90 Dollar je Aktie.

Konzernchef Jim Mulva verwies darauf, dass die Verhandlungen mit der Regierung Venezuelas über angemessene Entschädigungen für die Enteignung der Ölprojekte des Unternehmen weiter liefen. ConocoPhillips habe sich alle Rechte vorbehalten, einschließlich internationaler Schlichtung.

Der Quartalsumsatz erhöhte sich auf 47,4 (Vorjahreszeitraum: 47,1) Mrd. Dollar. Der Halbjahresumsatz fiel auf 88,7 (94,1) Mrd. Dollar. Der Halbjahresgewinn sackte auf 3,8 (8,5) Mrd. Dollar oder 2,31 (5,49) Dollar je Aktie ab. Die ConocoPhillips-Aktien stiegen um 1,26 Prozent auf 83,37 Dollar.

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