Industrie

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Milliarden-Übernahme: Xstrata schiebt Entscheidung zu Glencore auf

In der Rohstoffbranche bleibt es weiter spannend: Xstrata und Glencore erhalten von britischen Behörden mehr Zeit, um über das Milliarden-Übernahmeangebot nachzudenken. Die Frist sollte eigentlich Montag auslaufen.

Das Firmenlogo von Xstrata. Quelle: AFP
Das Firmenlogo von Xstrata. Quelle: AFP

LondonDer Bergbaukonzern Xstrata erhält von der britischen Übernahmebehörde mehr Zeit für eine Entscheidung über das aufgestockte Milliardengebot von Glencore. Auf Wunsch beider Unternehmen wurde die Frist unerwartet bis zum 1. Oktober verlängert, teilte Xstrata am Freitag mit. Ursprünglich sollte der Konzern seinen Beschluss spätestens am Montag bekanntgeben. Der in der Schweiz ansässige Rohstoffriese Glencore hatte seine Offerte für Xstrata vor kurzem um zwei Milliarden Dollar auf 36 Milliarden Dollar erhöht. Xstrata-Großaktionär Katar sträubt sich gegen die Transaktion und verlangt mehr Geld.

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Als Grund für die Verzögerung gab Xstrata an, dass die unabhängigen, nicht-geschäftsführenden Direktoren mehr Zeit bräuchten. Diese wollten zunächst noch die Rückmeldung der Großaktionäre abwarten. Die Fusion wäre der größte Zusammenschluss in der Branche seit 2007. Glencore und Xstrata versprechen sich milliardenschwere Einsparungen und einen Vorsprung, um die massive Rohstoffnachfrage aus China und anderen Schwellenländern bedienen zu können.

Rohstoffkonzerne

Gemeinsam würden die beiden Unternehmen die gesamte Kette der Wertschöpfung von der Förderung über den Transport bis zum Verkauf von Bodenschätzen unter einem Dach vereinen und damit über eine entsprechende Marktmacht verfügen. Beide Konzerne haben vor allem aus steuerlichen Gründen ihren Hauptsitz nur wenige Kilometer voneinander entfernt im Schweizer Kanton Zug.

Der Minenkonzern Xstrata ist der größte Zinkproduzent der Welt und hat an der Börse einen Wert von 41,6 Milliarden Dollar. Glencore hält bereits rund 34 Prozent an Xstrata.

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