Milliarden-Zahlung: Justiz billigt Asbest-Vergleich von ABB in den USA

Milliarden-Zahlung
Justiz billigt Asbest-Vergleich von ABB in den USA

Ein Gericht im US-Staat New Jersey hat im Asbest-Streit zwischen amerikanischen Klägern und dem Schweizer Technologiekonzern ABB einen ausgehandelten Vergleich gebilligt. Damit endet ein Alptraum, der ABB um ein Haar in den Ruin getrieben hätte.

HB CAMDEN/USA. Der Bezirksrichter in Camden genehmigte am Dienstag den Reorganisationsplan für die beklagte ABB-Tochter Combustion Engineering. Darin sind für die Kläger Zahlungen in Höhe von 1,43 Mrd. Dollar (1,2 Mrd. Euro) vorgesehen.

Die Genehmigung des Vergleichs war allgemein erwartet worden. Falls innerhalb von 30 Tagen keine Einsprüche eingehen, kann der Plan umgesetzt werden. Der Rechtsstreit hat über ein Jahrzehnt angedauert. Über 100 000 Betroffene hatten in den USA seit November 2002 gegen ABB geklagt, weil deren US-Tochter Combustion Engineering asbesthaltiges Material in Heizkesseln für Kraftwerke eingesetzt hatte.

Die fälligen Rückstellungen und Entschädigungen hatten den Schweizer Konzern fast in die Insolvenz getrieben. Der frühere ABB-Chef Jürgen Dormann ließ die betroffenen US-Tochtergesellschaften Konkurs gehen, um die Risiken zu begrenzen. Der Konzern musste sich außerdem von zahlreichen Geschäftsgebieten trennen, um sein Überleben zu sichern. Heute umfasst das Portfolio nur noch die beiden Kernbereiche Automatisierung und Stromverteilung.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%