Milliarden-Zukauf
Bayer setzt auf schöne Geschäfte mit der Gesundheit

Heidi Klum wirbt für die Merck-Tochter Dr.Scholl's. Möglicherweise ist sie damit bald die neue Werbeikone des Pharmakonzerns Bayer. Denn die Leverkusener kaufen die Merck-Gesundheitssparte. Kann der Deal gut gehen?
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LeverkusenNicht weit entfernt vom Bayer-Kreuz wurde Heidi Klum geboren. Insofern passt es ganz gut, dass das Leverkusener-Pharmaunternehmen jetzt eine Marke zukauft, für die das Model aus Bergisch-Gladbach wirbt. Der Bayer-Konzern will die Sparte für rezeptfreie Medikamente des US-Pharmariesen Merck & Co für 14,2 Milliarden US-Dollar (10,4 Milliarden Euro) übernehmen. Das teilte Bayer am Dienstag in Leverkusen mit. Zu der Sparte gehören auch die Fußpflegeprodukte von Dr. Scholl’s – für die Klum erst im April vor den Kameras posierte.

Der Deal mit Merck & Co – es ist die größte Übernahme des Pharma- und Chemiekonzerns seit dem Kauf des Berliner Arzneimittelrivalen Schering für rund 17 Milliarden Euro im Jahr 2006. „Diese Akquisition ist ein bedeutender Meilenstein auf unserem Weg zur angestrebten globalen Marktführerschaft im attraktiven Geschäft mit rezeptfreien Arzneimitteln“, erklärte Bayer-Chef Marijn Dekkers.

Mit der Übernahme kommt Dekkers seinem Ziel näher, in dem Geschäft den US-Konzern Johnson & Johnson vom Thron zu stoßen. Der Weg für Bayer zu dem Deal war frei geworden, nachdem sich der letzte Mitbewerber Reckitt Benckiser aus dem Bieterrennen verabschiedet hatte.

Die Leverkusener kamen 2013 in dem Segment auf Umsätze von 3,9 Milliarden Euro mit Präparaten wie Aspirin, Alka Seltzer und dem Magenmittel Rennie. Zur Merck-Sparte gehören neben Dr. Scholl’s auch Coppertone-Sonnencremes und das Allergiemittel Claritin. Merck hatte mit den frei verkäuflichen Produkten 2013 rund 1,9 Milliarden Dollar Umsatz eingefahren. Durch die Akquisition steige Bayer weltweit zum zweitgrößten Anbieter von rezeptfreien Medikamenten auf, die auch als OTC-Produkte (Over the Counter) bezeichnet werden.

Rezeptfreie Arzneien wie Hustenpastillen und Schnupfenmittel werfen zwar oft weniger Rendite ab als verschreibungspflichtige Medikamente für schwere Krankheiten. Dafür gilt das Geschäft als weniger risikoreich – und es liefert stabile Einnahmen. Weltweit werden mit diesen Präparaten und Gesundheitsprodukten etwa 200 Milliarden Dollar im Jahr umgesetzt.

Bayer hatte bereits 2004, noch unter Dekkers’ Vorgänger Werner Wenning, sein Geschäft mit verschreibungsfreien Präparaten mit dem Kauf der entsprechenden Sparte des Schweizer Pharmariesen Roche gestärkt. 2012 sollte ein weiterer Schritt zum Ausbau des Geschäfts folgen. Bayer wollte die US-Firma Schiff Nutrition übernehmen. Reckitt Benckiser schlug Bayer damals aber aus dem Feld. In einem anderen Bereich hat Dekkers im laufenden Jahr schon einmal zugeschlagen – 2,1 Milliarden Euro legte er für den Krebsspezialisten Algeta aus Norwegen auf den Tisch. Das Krebsgeschäft verspricht hohe Wachstumsraten.

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  • AStimmt, wer die Wahrheit nicht vertragen kann und nur das bringt, was Mainstream vorschreibt, dem bleiben die Leser weg.

    Faz, Wirtschaftswoche & Co, sie alle stehen bald ohne Leser da. Warum noch Geld dafür zahlen, dass man mege gefiltert informiert wird? Oder dass bezahlte Frauen uns etwas verkaufen wollen?

    Warum kann man nicht auch mal Menschen in die Werbung nehmen, die glaubwürdig sind. Heidi ist es nicht.

  • Giftspritzer unter sich!

  • Für Geld macht und verkauft Heidi ALLES.

    Wer glaubt ihr denn noch??

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