Milliardenbetrag
Landgericht bestätigt Klage gegen Porsche

Die Übernahmeschlacht um die Porsche SE befasst erneut die Justizbehörden. Nun bestätigte auch das Landgericht Braunschweig die 1,1 Milliarden Euro schwere Klage. Der Betrag könnte sogar noch steigen.
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Stuttgart/BraunschweigNach der Dachgesellschaft des Stuttgarter Sportwagenbauers Porsche hat jetzt auch das Landgericht Braunschweig eine neue Milliardenklage von Anlegern bestätigt. „Die Unterlagen haben wir bereits am 4. Oktober bekommen, inzwischen liegt neben der Zustellungsurkunde eine Eingangsbestätigung von Porsche vor“, sagte eine Sprecherin der Kammer am Dienstag. Bei der Porsche Automobil Holding SE war nach Angaben eines Unternehmenssprechers vom Montag ein entsprechender Schriftsatz der Braunschweiger Richter eingetroffen.

Hintergrund ist die einstige Übernahmeschlacht der beiden Autobauer, bei der enorme Kursturbulenzen Anleger um Millionenbeträge gebracht haben sollen. Als Folge laufen bereits juristische Auseinandersetzungen in den USA. Außerdem ermittelt die Staatsanwaltschaft Stuttgart gegen ehemalige Porsche-Manager.

Die Klage aus Braunschweig ist neu. Mit ihr befasst ist der Rechtsanwalt und Kapitalmarktrechtler Franz Braun aus der Münchner Kanzlei CLLB. Er sagte, es gehe um Ansprüche in Höhe von 1,1 Milliarden Euro. Der Vorwurf: Die Porsche SE und die VW AG sollen während der Übernahmeschlacht 2008 die Anleger fehlerhaft informiert und die wahre Sachlage verheimlicht haben.

„Wir gehen momentan davon aus, dass der Betrag voraussichtlich noch erweitert werden wird“, sagte Braun. Details nannte er nicht. Die Kanzlei verhandele mit weiteren angeblich Geschädigten. Sollten sie mit ins Boot kommen „wäre das schon ein nennenswerter Betrag“. Nach Angaben des Porsche-Sprechers hat die Porsche SE nun drei Monate Zeit, auf die Vorwürfe zu reagieren.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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