Milliardendeal bald besiegelt
EQT rüstet sich für MTU-Übernahme

Der Verkauf von MTU Friedrichshafen an die schwedische Investmentgesellschaft EQT ist so gut wie perfekt. Nach Informationen aus Finanzkreisen hat der Autokonzern Daimler-Chrysler bereits einen entsprechenden Vorvertrag mit den Schweden geschlossen.

hst/hz/rob HB STOCKHOLM. Endgültig solle der Milliardendeal jedoch erst nächste Woche besiegelt werden. Der Münchener MAN-Konzern und der US-Finanzinvestor Kohlberg Kravis Roberts (KKR), die ebenfalls für MTU geboten hatten, sind damit aus dem Rennen. Daimler und EQT wollten die Informationen nicht kommentieren.

Zur Finanzierung des Deals hat die zur Industriellenfamilie Wallenberg gehörende EQT gestern ihre 100-prozentige Beteiligung an dem schwedischen Kabel-TV- und Breitband-Anbieter Comhem für 10,5 Mrd. Kronen (1,1 Mrd. Euro) an die Risikokapitalgesellschaften Carlyle Group und Providence Equity Partners verkauft.

Die Schweden wollen laut Informationen aus verhandlungsnahen Kreisen weiter in das Geschäft von MTU investieren und frühestens 2011 wieder aussteigen – eventuell mittels eines Börsengangs. „MTU passt gut zu EQT“, kommentierte ein Stockholmer Analyst. Neben EQT waren zunächst auch MAN und ein Konsortium aus den Investmentgesellschaften Kohlberg Kravis Roberts und Dubai International Capital an einer MTU-Übernahme interessiert.

Der Deal steht noch unter Vorbehalt der Wettbewerbshüter und der Zustimmung des Daimler-Aufsichtsrats, der darüber in der kommenden Woche entscheiden will. Die Schweden sind bereits an sieben deutschen Unternehmen beteiligt. EQT hatte den Kabel-TV- und Breitband-Anbieter Comhem erst 2003 von dem schwedisch-finnischen Telekomkonzern Telia Sonera übernommen. Damals zahlte die Wallenberg-Investmentgesellschaft rund 2,1 Mrd. Kronen für Comhem.

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