Industrie

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Milliardendeal: Rosneft sichert sich Kontrolle über TNK-BP

Der russische Staatskonzern Rosneft sichert sich laut einem Insider für rund 21 Milliarden Euro einen 50-prozentigen Anteil an TNK-BP. Das BP-Joint-Venture ist bislang im Besitz von vier Oligarchen.

Die provisorische Einigung könnte den Weg für eine umfassende Allianz zwischen Rosneft und dem britischen Ölmulti BP ebnen. Quelle: Reuters
Die provisorische Einigung könnte den Weg für eine umfassende Allianz zwischen Rosneft und dem britischen Ölmulti BP ebnen. Quelle: Reuters

MoskauDer russische Ölgigant Rosneft steht offenbar unmittelbar davor, sich die Kontrolle über das lukrative und lang umkämpfte BP-Joint-Venture TNK-BP zu sichern. Wie eine mit der Situation vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch sagte, kauft der staatlich kontrollierte Konzern für umgerechnet gut 21 Milliarden Euro einen 50-prozentigen Anteil an dem Gemeinschaftsunternehmen, der sich bislang im Besitz von vier Oligarchen befindet.

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Die provisorische Einigung könnte den Weg für eine umfassende Allianz zwischen Rosneft und dem britischen Ölmulti BP ebnen und sichert Rosneft zudem die Kontrolle über eine Mehrheit der gesamten russischen Ölproduktion. Der mächtige Rosneft-Chef Igor Setschin reiste den Informationen zufolge bereits nach London, um dort mit BP zu verhandeln. Die Unternehmen wollten sich nicht dazu äußern.

Der BP-Konzern hatte seine Hälfte an dem Gemeinschaftsunternehmen TNK-BP bereits im Juni zum Verkauf gestellt. Hintergrund waren heftige Streitereien zwischen BP und den Oligarchen, die sich zu dem Konsortium AAR zusammengeschlossen haben.

Öl- und Gaskonzerne

Darin geht es um lukrative Förderquellen in der Arktis, wo Experten ein Fünftel der weltweit noch unentdeckten Ölvorkommen vermuten. BP wollte bei der Erschließung von Feldern in der Region mit Rosneft zusammenarbeiten. AAR jedoch bestand darauf, dass nicht BP selbst, sondern TNK-BP dort mit Rosneft Öl fördert.

Rosneft hatte Interesse am BP-Anteil am Joint Venture angemeldet. Ursprünglich war aus dem Umfeld der vier russischen Milliardäre verlautet, dass diese ebenfalls BPs Hälfte am Unternehmen kaufen wollen.

  • 18.10.2012, 05:24 Uhrjanzvolens

    "Half-state is in fashion!" Die halbstaatlichen Mega-Unternehmen sind die Mode in mehreren wichtigen Nationen - genau so wie die "Sovereign Investment Funds". Nachdem Brasilien von USA zur Verstaatlichung von Petrobras und Vale - "angeleitet" wurde - unter dem Vorgaenger von Lula da Silva, hat Brasilien seit 2003 immer wieder den Staatsanteil vergroessert. Noch 2010 erhoerte Lula den Staatsateil in Petrobras von 46% auf 48%. Die Praesidentin Brasiliens, Dilma Rousseff ernannte die Chemikerin Graca Foster als Generaldirektorin ueber Petrobras. Die Praesidentin ernannte auch den neuen Generaldirektor von Vale. Die staatliche Teilnahme in Petrobras und Vale besteht vorwiegend durch staatliche Pensionskassen. (Petrobras ist zu 65% im Besitz von Brasilianern). Die Praesidentin hat wahrscheinlich auch das Projekt fuer einen "Souveraenen Investment Fund" durch Staatspensionskassen. "Halbstaatlich" bietet den Vorteil der Ueberwachung und Antrieb durch profithungerige private Anleger.

  • 17.10.2012, 21:04 UhrVicario

    Putin hat wieder zugeschlagen. Nach dem Vereinnahmen des Gasgeschäftes in Russland hat er wohl auch die Hand nach dem Ölgeschäft ausgestreckt. Unersättlich, der kleine KGB - Oligarch. Ob der vsich nicht verschluckt...?

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