Milliardengeschäft für EADS und BAE
Saudis kaufen 72 Eurofighter

Saudi-Arabien hat einen Vorvertrag für den Kauf von 72 Eurofighter Typhoon unterzeichnet, der Export-Version des europäischen Jagdflugzeugs. Damit will das Land seine veralteten Tornado-Kampfjets ersetzen. Für die Rüstungshersteller BAE Systems und EADS ist es ein Milliardengeschäft.

HB LONDON. Die Regierungen von Saudi-Arabien und Großbritannien hätten eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet, teilte BAE Systems am Freitag mit. Finanzielle Einzelheiten nannte das britische Unternehmen nicht. Die „Financial Times“ schreibt von mindestens 15 Mrd. Euro. Zusammen mit Bewaffnung, Sonderausstattungen und Wartung könnte sich das Volumen sogar auf 30 Mrd. Euro verdoppeln.

Das britische Verteidigungsministerium bestätigte, dass ein Vor-Abkommen zum Kauf unterschrieben worden sei. „Es gibt Übereinstimmung über die notwendigen geschäftlichen Grundlagen.“ Ein endgültiger Vertragsabschluss wird bis zum Ende des Jahres erwartet.

Der Eurofighter wird von einem europäischen Konsortium hergestellt, an dem der britische Rüstungskonzern BAE Systems, die Airbus-Mutter EADS sowie Unternehmen aus Italien und Spanien beteiligt sind. Nach Expertenangaben dürfte BAE aber bis zu zwei Drittel der Einnahmen für sich verbuchen.

Eine Sprecherin von BAE Systems konnte zu den Vertragsbedingungen nichts sagen. Sie führte nur aus, dass ein Vertrag in Großbritannien insgesamt 40 000 Arbeitsplätze im Eurofighter-Programm sichern würden, darunter 5 000 bei BAE Systems.

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