Milliardengeschäft
Letzte Yukos-Reste gehen an Rosneft

Der Ölkonzern Rosneft hat erwartungsgemäß den letzten großen Anteil aus der Konkursmasse des zerschlagenen Yukos-Konzerns ersteigert. Damit dürfte der vom Kreml kontrollierte Konzern den Branchenprimus Lukoil bei der Öflförderung übertreffen.

HB MOSKAU. Über die Tochter Neft-Aktiv erhielt Rosneft am Donnerstag bei der mittlerweile zehnten Yukos-Auktion in Moskau für 175,7 Milliarden Rubel (5,02 Milliarden Euro) den Zuschlag für mehrere Ölunternehmen in Ostsibirien, meldete die Agentur Interfax. Mit den zusätzlichen Kapazitäten dürfte Rosneft nach Expertenmeinung den bisherigen russischen Branchenprimus Lukoil bei der Ölförderung übertreffen.

Zum jüngsten Paket gehörten unter anderem der Ölförderer Tomskneft, das Petrochemiewerk Angarsk und die Ölraffinerie Atschinsk. Nach diesem Zukauf dürfte Rosneft die jährliche Produktion um elf Millionen auf 96,5 Millionen Tonnen erhöhen. Analysten zufolge wird die Ölgewinnung der bisherigen Nummer eins, Lukoil, in diesem Jahr 95,5 Millionen Tonnen nicht übersteigen.

Versteigert wurden Yukos-Anteile an insgesamt mehr als 20 diversen Förder-, Verarbeitungs-, Forschungs- und Servicebetrieben. Zweiter Bieter war das Unternehmen Unitex, das nach Ansicht von Analysten in Moskau im Interesse des weltweit größten Gaskonzerns Gazprom handelte. Der Einstiegspreis für das Paket lag bei 166,339 Milliarden Rubel. Yukos war im Vorjahr mit milliardenschweren Steuernachforderungen in die Pleite getrieben worden und hatte bereits seinen wichtigsten Förderbetrieb, Juganskneftegas, an Rosneft abgeben müssen.

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