Milliardengewinn für GM-Konkurrenten
Ford macht Rekordgeschäfte in Nordamerika

Fast zwei Milliarden Dollar Gewinn dank starker Verkäufe in den USA: Ford hat ein starkes Geschäftsquartal hingelegt. Der GM-Konkurrent macht fast zwei Milliarden Dollar Gewinn – doch zwei Problemmärkte bleiben.

DetroitFord kann dank Rekordgeschäften in Nordamerika seine Verluste in Europa ausgleichen. Unter dem Strich verdiente der zweitgrößte US-Autobauer im dritten Quartal 1,9 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Das sind fast drei Viertel mehr als vor Jahresfrist. Trotz des starken Dollar stieg der Umsatz um neun Prozent auf 38,1 Milliarden Dollar.

Der Erzrivale der Detroiter Opel-Mutter General Motors (GM) bekräftigte zudem sein Ziel eines Vorsteuergewinns in diesem Jahr von 8,5 bis 9,5 Milliarden Dollar. Weil die Quartalszahlen wegen einer höheren Steuerbelastung aber etwas schlechter als von Analysten erwartet ausfielen, gaben Ford-Aktien im vorbörslichen US-Handel um mehr als drei Prozent nach.

Defizitär ist der Konzern weiterhin in Europa. Hier ging der Verlust aber zumindest deutlich auf 182 (Vorjahr: minus 439) Millionen Dollar zurück. In Südamerika konnte das Minus nur leicht eingegrenzt werden. Den Löwenanteil seines Geschäfts macht Ford in den USA, wo vor allem die Geländewagen und Pick-up-Trucks sehr gut ankommen. Bei Pick-up-Trucks der F-Serie seien die Preise im abgelaufenen Quartal durchschnittlich um rund 2.000 auf 42.000 Dollar gestiegen, sagte Ford-Finanzchef Bob Shanks.

Mit Blick auf China ergänzte er, hier werde der Absatz dieses Jahr in etwa gleich bleiben und damit besser ausfallen als von vielen Analysten erwartet. Weil die Konjunktur in der Volksrepublik deutlich abkühlt, verzeichnet die Autobranche hier nicht mehr die Wachstumsraten vergangener Jahre.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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