Milliardeninvestition
US-Regierung will GM-Aktien derzeit nicht verkaufen

Laut eines Berichts des „Wall Street Journal“ will sich die Regierung nicht von seinen General-Motors-Papieren trennen. Bei einem Blick auf den Kurs wird schnell klar warum: Ein Verkauf hätte riesige Verluste zur Folge.
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Das US-Finanzministerium will sich einem Zeitungsbericht zufolge derzeit nicht von seinen General-Motors-Aktien trennen. Ein Verkauf zum jetzigen Zeitpunkt würde große Verluste der Investition mit sich bringen, berichtete das „Wall Street Journal“ am Montag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Kreise. Das Finanzministerium ist mit 26,5 Prozent an der Opel-Mutter General Motors (GM) beteiligt.

Die Regierung habe kein Interesse an einem aktuellen Verkauf, hieß es in dem Zeitungsartikel. Anfang des Jahres habe GM vorgeschlagen, 200 Aktien aus dem Besitz der US-Regierung zurückzukaufen, die restlichen rund 300 Papiere, die die Regierung hält, könnten dann offiziell zum Verkauf gestellt werden, hieß es in dem Bericht. Würde die Regierung ihre GM-Anteile zum derzeitigen Aktienkurs verkaufen, würde sie mit der GM-Rettung der Zeitung zufolge rund 15 Milliarden Dollar Verlust machen.

Die Zeitung zitierte einen GM-Sprecher: „Das Finanzministerium wird seine eigenen Entscheidungen im Hinblick auf den GM-Anteil treffen, wie jeder andere Investor.“ Weder GM noch das Finanzministerium konnten für eine Stellungnahme erreicht werden.

Die US-Regierung hatte den Autokonzern in der Finanz- und Wirtschaftskrise mit 52 Milliarden Dollar vor dem Kollaps bewahrt. Nach einer Blitzinsolvenz kehrte GM vor zwei Jahren an die Börse zurück und kämpfte sich später an die Weltmarktspitze zurück. US-Präsident Barack Obama hat sich für die Rettung von GM feiern lassen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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