Milliardenklage abgewiesen
BASF triumphiert über Amerikaner

Das US-Ölunternehmen Moncrief ist in erster Instanz mit seiner Milliardenklage gegen dem deutschen Chemieriesen BASF gescheitert. Es geht um die Ausbeutung eines russischen Gasfeldes.

HB FRANKENTHAL. Das Landgericht Frankenthal befand in einem am Donnerstag verkündeten Urteil, Moncrief habe vor Gericht nicht ausreichend dargelegt, dass die BASF auf einen Bruch von Verträgen zwischen dem US-Unternehmen und dem russischen Energiekonzern Gazprom hingearbeitet habe. Moncrief hatte den Schaden vor Gericht mit 8,5 Mrd. Dollar (6,33 Mrd. Euro) beziffert.

Das Ölunternehmen mit Sitz im texanischen Fort Worth hatte mit einer Gazprom-Tochter zwischen 1997 und 1999 mehrere Verträge zur Erschließung und Ausbeutung des sibirischen Erdgasfeldes Juschno Russkoje abgeschlossen. Die Verträge wurden jedoch nie umgesetzt. 2004 hatten BASF und Gazprom ebenfalls Verhandlungen über das Gasfeld aufgenommen, die in der Folgezeit zu zwei Vereinbarungen über eine gemeinsame Ausbeutung von Juschno Russkoje führten.

Das Gericht ließ offen, ob zwischen den US-Amerikanern und Gazprom jemals ein bindender Vertrag bestand. Aus den von Moncrief vorgelegten Unterlagen habe sich dies jedenfalls nicht schließen lassen. BASF habe sich auf die Zusicherung von Gazprom verlassen können, dass zwischen dem texanischen Unternehmen und dem russischen Konzern keine Vereinbarung vorliege. Zu eigenen Recherchen in Russland sei der deutsche Chemieriese nicht verpflichtet gewesen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%