Milliardenofferte
Arcelor-Mittal will Kohleförderer feindlich übernehmen

Der weltgrößte Stahlkonzern Arcelor-Mittal hat ein feindliches Übernahmeangebot in Milliardenhöhe für den australischen Kohleförderer Macarthur vorgelegt. Der Konzern hat sich dafür mit einem Partner zusammengetan.
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Luxemburg/MelbourneArcelor-Mittal und der US-Rohstoffkonzern Peabody haben den Macarthur-Aktionären am Montag offiziell insgesamt 4,7 Milliarden australische Dollar (3,6 Mrd Euro) angeboten - 15,66 Dollar pro Aktie. Dies liege 45 Prozent über dem durchschnittlichen Börsenkurs des vergangenen Monats. Eine Einigung mit dem Verwaltungsrat von Macarthur sei nicht zustande gekommen, obwohl die beiden Interessenten Verhandlungsbereitschaft beim Preis angekündigt hätten.

Macarthur hatte zuvor mitgeteilt, das Unternehmen spreche mit einer ganzen Reihe von Interessenten über eine mögliche, konkurrierende Offerte. Das Angebot von Arcelor-Mittal und Peabody Energy bewerte das Unternehmen nicht ausreichend, so die Einschätzung von Macarthur.

Mit der Zurückweisung der Offerte hat sich die Firma aber de facto selbst für eine Auktion freigegeben: Kreisen und anderen Experten zufolge dürften Xstrata, Anglo American, Vale, BHP Billiton und Rio Tinto sich allesamt für Macarthur interessieren.

Die Australier sind seit dem Frühjahr des vergangenen Jahres Ziel von Übernahmeangeboten. Unter anderem hatte bereits auch schon Peabody allein für Macarthur geboten. Nun haben die US-Amerikaner mit Arcelor-Mittal einen starken Partner an ihrer Seite - der Stahlkonzern ist bereits mit einem Anteil von rund 15 Prozent an Macarthur beteiligt und damit zweitgrößter Aktionär. Arcelor-Mittal investiert seit einiger Zeit verstärkt in eine eigene Rohstoffförderung, um sich so von den steigenden Rohstoffpreisen unabhängiger zu machen.

Macarthurs Spezialität ist sogenannte PCI-Kohle (Pulverized Coal Injection). Die pulverisierte Kohle gilt als begehrter Ersatz für die bei der Stahlherstellung normalerweise verwendete Kokskohle.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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